Bild wird geladen...
StagePool - Castings und Auditions aus den Bereichen Film, TV, Theater, Moderation und Musical!

Titelseite Titelstory Aktuelles Ratgeber Leserbriefe Das Team Kontakt

„Hunde erwarten keine Gegenleistung!“
Bild wird geladen... Das Ziel der Non-Profit Organisation BESCHÜTZERinstinkte unter der Schirmherrschaft von Sonja Zietlow ist es, eine Perspektive mit Herz und Verstand für Hilfe, Toleranz und Integration für Hunde und Menschen zu schaffen. BESCHÜTZERinstinkte ist aus dem 2008 gegründeten, als gemeinnützig anerkannten, Förderverein dingo e.V. hervorgegangen. Mit prominenten und ehrenamtlichen Helfern sammelt BESCHÜTZERinstinkte unermüdlich Spenden, um unbürokratisch, unkompliziert und schnell Betroffenen zu helfen.

Interview mit Melanie Triebel und Sonja Zietlow

JJ: Melanie, was verbirgt sich hinter dem zunächst kompliziert klingenden Vereinsnamen BESCHÜTZERinstinkte / Förderverein dingo e.V.?

Melanie: Den Förderverein dingo eV haben Sonja und ich 2008 ins Leben gerufen. Während Dreharbeiten wurden wir immer wieder mit den schlechten Lebensbedingungen für Hunde auf Mallorca konfrontiert und haben viele engagierte Menschen kennengelernt, die es sich unserer Meinung nach lohnt, zu unterstützen. Nach einem Jahr intensiver Arbeit mit Hunden in Not ist uns immer wieder klar geworden, wie viel Lebensqualität, Freude und Liebe wir nicht nur den Hunden sondern insbesondere den Menschen geschenkt haben. Mensch und Tier verständigen sich auf einer tiefen emotionalen Ebene, die von einer Krankheit nicht betroffen ist. Ein Hund reflektiert nicht und urteilt nicht. Er hadert nicht mit den Schwächen seines Gegenübers. Es stört ihn nicht, wenn ein Mensch immer wieder dieselben Dinge erzählt, wenn Worte unverständlich sind oder keinen Sinn ergeben. Für einen Hund ist sein Gegenüber vollkommen. Seine Zuneigung ist unvoreingenommen, ehrlich und bedingungslos. Damit erfüllt er die ganz ursprüngliche Sehnsucht nach Nähe, Wärme, Trost, Zärtlichkeit, Bestätigung und Anerkennung. Seine Liebe zum Menschen ist mittlerweile zum Instinkt geworden. Aus dem Förderverein dingo eV wurde so die NON-Profit Organisation BESCHÜTZERinstinkte, mit der wird nicht mehr nur noch Hunden in Not helfen, sondern auch Hundebesitzern in Not, Obdachlosen mit Hund und benachteiligten Kindern durch Hunde und insbesondere mit tiergestützter Therapie mit Hund!

JJ: Sonja, wie kam es zur Vereinsgründung, waren Sie gemeinsam mit Melanie Triebel oder auch alleine davor schon aktiv in Sachen Tierschutz?

Sonja: Meine erste Hündin Laska kam auch von einer Tierschützerin. Aktiv war ich zwar nicht, aber anscheinend schlummerte es schon in mir!

Bild wird geladen...

JJ: Melanie, wann und wie kamen Sie zur Erkenntnis, dass Tiere den Schutz und das Engagement durch in Vereinen organisierte Menschen benötigen? Gab es ein konkretes Ereignis?

Melanie: 1999 fand ich vier Welpen in der Mülltonne, nicht im Ausland sondern in Düsseldorf. Mit etwas Recherche fanden wir den Herrn, der sich seiner Welpen entledigt hatte, sorgten dafür, das er keine Hunde mehr halten durfte und dafür, das die vier schwarzen Mischlinge in gute Hände kamen. Einer davon, und zwar "Oskar", begleitet mich bis heute überall hin. Da ich das Glück hatte, dass mein eigener Hund ein ziemlicher Langschläfer war, engagierte ich mich an Wochenenden als sogenannter Gassigeher für Hunde aus dem Tierheim. Gerade die frühen Stunden im Herbst und Winter sind die unbeliebtesten und so ging ich oft mit fünf bis sechs Hunden morgens spazieren, bis mein eigener Hund überhaupt ein Auge aufgemacht hatte. Dadurch war ich für das Thema natürlich viel sensibler und mit Sonja zusammen war es nur eine Frage der Zeit, bis wir beide aus dem Gedanken eine Herzensangelegenheit für uns gemacht haben.

JJ: Sonja Zietlow war bei der Vereinsgründung mit an Bord, inzwischen helfen mehrere Prominente. Warum ist prominentes Engagement wichtig, Melanie?

Melanie: Sonja war ja nicht nur bei der Vereinsgründung mit an Board, sondern ist fester Bestandteil und starker Motor hinter allem, was wir tun! Ob prominent oder nicht - Menschen wie Sonja, die ein sehr, sehr großes Herz am rechten Fleck haben, sind nötig, um überhaupt gemeinsam etwas bewegen zu können! Aber Prominenz hilft uns natürlich ungemein, nur durch Sonja ist ja unser Engagement und die Idee, für die wir stehen, überhaupt so weit in die Öffentlichkeit gekommen. Das wir viele prominente und nichtprominente Menschen begeistern können, sich mit uns zu engagieren und sich für besondere Hunde und besondere Menschen stark zu machen, ist fantastisch. Prominente schaffen es, Menschen schnell und gezielt zu erreichen - und tun sie das für BESCHÜTZERinstinkte, bekräftigen sie unsere Idee und stehen für unsere Seriosität mit ein. Für diese Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit sind wir sehr dankbar, weil wir sehen, was man gemeinsam erreichen kann!

JJ: Sonja, zusätzlich zum Engagement für Hunde, die in Not sind, kümmert sich Ihr Verein auch um bedürftige Hundebesitzer und unterstützt Hunde dabei, Menschen zu helfen. Wie kam es zu den Ideen für diese drei Projekte?

Sonja: Von Anfang an hatten Melanie Triebel und ich den Wunsch, irgendwann mal einen Therapiehof zu gründen. Einen Hof, auf dem Kinder, Jugendliche und Hunde aufgefangen werden, die nicht gewollt, misshandelt worden oder verhaltensauffällig sind. Gegenseitig könnten sie sich helfen und würden ihr eigenes Schicksal im Gegenüber wieder finden.Dieses Projekt wird sicherlich noch eine Zeit warten müssen, aber der Weg dorthin ist schon mal schneller voran gegangen, als wir erwartet hatten.In der heutigen Zeit haben Menschen oft als Stütze in ihrem Leben nur noch ihren Hund als Freund und treuen Begleiter! Hunde urteilen nicht über Äußerlichkeiten, haben keine Vorbehalte und lieben bedingungslos! Hunde schlagen eine emotionale Brücke zwischen benachteiligten Kindern, bedürftigen Menschen und unserer Gesellschaft! Hunde als Anker zur Normalität oder als Türöffner zu „benutzen“ wird im Strafvollzug, in der Altenpflege und in der Therapie erfolgreich angewandt. Hunde, sind von Natur aus dem Menschen sehr zugetan. Ihre ganz eigene Emotionalität, ihre Sensibilität und ihr Instinkt macht sie nicht nur zum besten Freund und treuen Begleiter des Menschen, sondern Hunde helfen und beschützen ohne eine Gegenleistung zu erwarten!

JJ: Melanie und Sonja, sind Sie mit Tieren aufgewachsen, was mögen Sie an ihnen, geht es dabei nur um Hunde?

Melanie: Ich hatte das Glück, in einer sehr tierlieben und im speziellen hundefreundlichen Familie aufzuwachsen, in der uns Kindern schon von klein auf, und alle Generationen durchziehend, Respekt im Umgang mit Hunden und Verantwortung für Hunde beigebracht wurde. Im Gegenzug durften wir erleben, wie schön, wertvoll und wichtig das Leben mit einem Hund sein kann. Ich habe es bis heute tatsächlich nur zwei Jahre ohne Hund in meinem Leben geschafft und bin dankbar für jeden Tag, auch wenn dies ein Leben mit viel Organisation, Wege bei Wind und Wetter und dreckigen Schuhen ist. Aber Hunde haben eine respektvolle Kommunikation, sind treu und zuverlässig, strahlen viel Ruhe und Geduld aus und sind in der heutigen Zeit ein wunderbarer Ausgleich zum stressigen Alltag, verbinden Jung und Alt, kranke und gesunde Menschen. Sie schlagen eine Brücke zwischen Menschen, bauen Vorurteile ab und können Augen und Herzen zum Strahlen bringen!

Sonja: Seit ich laufen kann, liebe ich Hunde. Warum? Hunde hören niemals auf zu lieben.
Ihnen ist es egal, ob du berühmt bist oder nicht. Sie hören zu und verraten keine Geheimnisse.
Sie trösten uns verstehen. Egal wie viel Geld du besitzt, ein Hund macht dich reich.
Diese positiven Eigenschaften und die bedingungslose und vorurteilsfreie Liebe macht Hunde
zu den besten Therapeuten. Wir sind stolz auf das, was wir mit  BESCHÜTZERinstinkte in kurzer Zeit erreicht haben. Das verdanken wir ganz besonders unseren Spendern, Förderern, ehrenamtlichen Helfern, Pflegestellen und Flugpaten.

JJ: Sonja, wenn es um Hunde geht, zeigen Sie nicht nur Engagement, sondern auch deutlich Gefühl. Steckt das in Ihnen, wurden Sie so erzogen, gab es Anlässe? Können Sie es sich erklären, warum manche (oder viele) Menschen Tieren gegenüber gefühllos sind?

Sonja: Ich hatte diese Hundeliebe schon immer in mir. Mit offenen Armen lief ich auf jeden noch so großen Hund zu. Meine Mutter hat uns mit Respekt gegenüber allen Lebewesen erzogen. Dazu gehören selbstverständlich auch Tiere. Viele Menschen, die grausam gegenüber Tieren sind, haben es bisher noch nicht anders gelernt. Es ist ein langer Weg der Aufklärung. Wir sind stolz, einen Beitrag dazu zu leisten.

JJ: Wenn ich gesetzliche Bestimmungen zur Tierhaltung lese oder davon höre, dass Amtspersonen Tiere mit weniger Respekt als Sachen behandeln, könnte ich platzen - aus einer Mischung von Wut, momentaner Hilflosigkeit und Traurigkeit heraus. Sind Sie schon einige Mal mit geplatzt? (Oder krempeln Sie sofort die Hemdsärmel hoch und unternehmen etwas?)

Sonja: Platzen hilft ja nicht :o)! Mein Vorbild, was das Recht der Hunde angeht, sind die USA. Dort wird jeder, der einen Hund (auch andere Tiere) misshandelt oder vernachlässigt, angezeigt und verurteilt. So ist ein Tierquäler schon mal aktenkundig und hilft in vielen weiteren Kriminalfällen zur Aufklärung. Denn es ist erwiesen, dass die meisten Straftäter mit Tieren angefangen haben. Wir müssen die Politiker und die Bevölkerung in einer charmanten Art und Weise aufklären, damit sich deren Einstellung aus Einsicht und Überzeugung ändert.

Bild wird geladen...

JJ: Melanie, was fühlen Sie, wenn Sie sehen, dass Hunde schlecht behandelt werden und was fühlen Sie, wenn Sie sehen, dass es diesen Hunden durch Ihre Hilfe besser geht?

Melanie: Wenn Menschen oder Hunde schlecht behandelt werden, fühle ich Wut und Enttäuschung über die Situation, dass Menschen nicht anders handeln können, als ein anderes Lebewesen zu misshandeln oder zu vernachlässigen. Das zeugt leider von Schwäche, Dummheit und zeigt egoistische Strukturen unserer Welt. Gemeinsam können wir aber ein Bewusstsein schaffen und einen Weg zeigen, dass es auch anders geht. Jeder kann helfen und ein bisschen Glück und Geborgenheit für Mensch und Hund möglich machen. Wenn wir es langfristig schaffen, das Hunde nicht mehr als Sachgegenstand angesehen werden und eine Misshandlung als wirkliches Vergehen auch in Deutschland strafrechtlich geahndet werden kann, dann hat sich unser Aufwand gelohnt. Wer gegen einen Hund gewalttätig ist, verliert auch sehr schnell die Kontrolle gegenüber einem Kind oder einem schwächeren Erwachsenen! Der Grat ist leider nur sehr, sehr schmal.

JJ: Wie sehen Ihre Erfolge aus, Melanie?

Melanie: Wir haben allein im letzten Jahr unheimlich viele Menschen für uns begeistern können. Viele helfende Hände, Patenschaften und Spenden haben BESCHÜTZERinstinkte wachsen lassen. Wir haben die Schauspielerin Kerstin Landsmann, zweifache Mutter und zweifache Hundebesitzerin, als Botschafterin gewinnen können. Henry Maske, Dr. Eckart von Hirschhausen und Mirja und Sky du Mont stehen für unsere Idee als offizielle Testimonials zur Verfügung. Darauf sind wir sehr stolz und dankbar, dass sie ihre Liebe und Verantwortung für unsere Schützlinge in die Öffentlichkeit tragen und einen Teil ihrer wertvollen Zeit für uns opfern.

JJ: Melanie, wie können beispielsweise Burgsee-Kurier Leserinnen und Leser Ihren Verein unterstützen, nur durch Cash-Spenden?

Melanie: Gutes tun ist einfach, wenn viele helfen! Natürlich freuen wir uns jederzeit über Spenden und auf unserer Homepage findet man die Kontodaten. Doch auch Menschen, die live am Geschehen dabei sein wollen, sind immer hilfreich. Wir sind in ganz Deutschland immer wieder auf der Suche nach Pflegestellen. Familien, die sich bereit erklären, Hunde aus unserem Tierheim auf Mallorca bei sich aufzunehmen, ihnen ein schönes Übergangszuhause geben und sie auf die neue Familie vorbereiten. Im besten Fall, und das ist schon oft vorgekommen, verlieben sich die Pflegestellen in ihre kleinen Schützlinge, dass sie diese gar nicht mehr her geben wollen und aus der Pflegefamilie eine richtige Familie wird.

Zusätzlich sind wir auch immer auf der Suche nach Flugpaten, die sich bereit erklären, Hunde aus Spanien mit nach Deutschland zu nehmen. In Deutschland werden sie dann von der Pflegestelle am Flughafen empfangen. Und auch über helfende Hände, die BESCHÜTZER werden wollen, freuen wir uns. Als BESCHÜTZER übernimmt man eine Patenschaft für einen Hund, oder ein Kind oder einen Therapiehund und kann schon ab fünf Euro in der Woche einen Freund fürs Leben finden und unterstützen. Infos dazu finden Sie auf unserer Homepage:

http://www.beschuetzerinstinkte.de/

Fotos: http://www.beschuetzerinstinkte.de/

zurück
Impressum