
| Anonymus |
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| Edward de Vere ist zwar Graf in England im 16. Jh. und hat damit alle Pflichten und Privilegien eines Edelmanns, aber seine Leidenschaft gilt dem schreiben von Theaterstücken, Sonetten und Gedichten. Leider darf er sie nicht veröffentlichen, da sich diese Tätigkeit für einen Lord nicht geziehmt. Also, beauftragt er den jungen Autor Ben Johnson seine Werke zu veröffentlichen. Er wagt aber nicht seinen Namen unter Heinrch V. zu setzen, das Publikum andererseits ist so begeistert, daß es nach dem Autor verlangt. Der egozentrische Schauspieler Will Shakespeare sieht seine Stunde gekommen und präsentiert sich als Autor des Stückes. Eine Wendung die einen gefährlichen Verlauf nehmen wird...
Obwohl es meiner Ansicht nach nicht mehr wichtig ist wer Sheakespear´s Werke wirklich verfaßte, als vielmehr die Tatsache, daß sie existieren, gelingt es Emmerich einen spannenden Historienfilm aus dieser Frage zu machen. Selbst die Handlung ähnelt den Tragödien von Shakespeare und er wirft auch ein anderes Licht auf große Persönlichkeiten dieser Zeit. So bekommt man ein anderes Bild von Elisabeth I., als dieses in den gleichnahmigen Filmen der Fall ist. Nur Emmerichs Ausflug auf das Terrain von Charles Dickens oder griechischer Tragödien ist etwas zu viel des Guten. Den Normalo-Kinobesucher sollte auch die Erzählstruktur mit ihren vielen Rückblenden, wo auch Rückblenden in Rückblenden zu finden sind, ziemlich überfordern. Roland Emmerich schaffte damit keinen gewöhnlichen Blockbuster, ehr einen anspruchsvollen Historienfilm der einen großen Schriftsteller hinterfragt und wieder Lust darauf macht sich OTHELLO oder JULIUS CÄSAR vor zu nehmen. Der Film wird schließlich leichter, wenn man mit den Stücken von Shakespeare ein wenig vertraut ist. 4 von 5 Punkten |
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