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Der ganz große Traum
Bild wird geladen... Das vereinte Deutsche Kaiserreich ist noch jung und die Möglichkeiten scheinen endlos. Die Kinder werden mit aller Strenge erzogen, um Disziplin und Ordnung zu verinnerlichen. Nur der Schulleiter des Katherienen-Gymnasiums in Braunschweig denkt fortschrittlicher. Aus diesem Anlass fördert die Schule Kinder aus der Arbeiterklasse und ein Englisch-Lehrer wird eingestellt, um sie auf eine globalisierte Welt vorzubereiten. Die Schüler zeigen wenig Interesse am Unterricht von Lehrer Koch. Erst als er ihnen beibringt Fußball zu spielen, lernen sie endlich Englisch. Nur der Förderverein der Schule hält das neue Spiel für barbarisch und undeutsch...

1954, 1974 und 1990 sind Jahreszahlen, mit denen fast alle Bundesbürger etwas anzufangen wissen. Doch wem sagt das Jahr 1874 etwas? In dieses denkwürdige Jahr, wo zum erstenmal Fußball gespielt wurde, bringt Sebastian Grobler etwas Licht. Mit einer hervorragend erzählten Geschichte und gut gelaunten Schauspielern wird dem Zuschauer die Einführung unseres so geliebten Sports gezeigt. Aber selbst für Kinobesucher, die keine Fußball-Fans sind, ist der Film mehr als geeignet, denn die Dramaturgie sorgt für viel Spannung, Komik und Tragik. Die Schauspieler sind allesamt glaubwürdig und die Konflikte zwischen ihren Figuren überbrücken jeden Anflug einer Länge. Auch wenn DER GANZ GROSSE TRAUM nicht alle Klischees umschifft, wie beispielsweise die Erklärung der Abseitsregel, ist er für mich einer der besten deutschen Filme, seit Detlev Buck im Kino nicht mehr so oft auf dem Regiestuhl sitzt.

5 von 5 Punkten
Hat im Abseits nichts verloren. Ansehen!

Foto: Gisela Peter-www.peter-gisela.de pixelio

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