| Tiere hängen am Leben wie wir Interview mit Nina Christmann |
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JJ: Nina, warum lieben Sie Tiere, was bedeutet Ihnen beispielsweise das Zusammensein mit Ihren Hunden?
Nina Christmann: Tiere liegen mir besonders am Herzen, weil sie nicht für sich selbst sprechen können und ihnen viel Leid widerfährt, gegen das sie sich nicht alleine wehren können. Deshalb setze ich mich für Tiere ein. Meine Hunde bedeuten mir alles, ich kann mir ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen. Aber auch jeder Pflegehund ist etwas ganz besonderes und es bereitet mir große Freude, die geretteten Straßenhunde dann später total happy in ihren neuen Familien zu sehen! JJ: Apropos happy, Sie haben den Verein „Aktion Tierisch Happy“ gegründet. Bitte erzählen Sie ein bisschen darüber. Nina Christmann: Wir sind ein gemeinnütziger und als besonders förderungswürdig anerkannter Verein, der sich für heimatlose, misshandelte und in Not geratene Tiere im In- und Ausland einsetzt. Neben der Aufgabe, ein liebevolles und passendes Zuhause für einige der Tiere zu finden, liegt uns sehr viel daran Tierschutz vor Ort zu betreiben. Nachhaltiger Tierschutz, der die Lebensbedingungen der Tiere zukünftig verbessert, ist uns sehr wichtig. Daher organisieren wir nächstes Jahr auch einige Kastrationsaktionen. Mehr Infos gibt es hier: www.tierisch-happy.de ![]() JJ: Warum ernähren Sie sich vegetarisch, Nina, weil der größte Teil des Fleisches in Deutschland aus Massentierhaltung stammt? Nina Christmann: Das ist eigentlich ganz einfach: ich möchte nicht, dass die Kuh mich isst, also esse ich auch nicht die Kuh. Mir liegt das Thema wirklich sehr am Herzen. Es ist ein furchtbares Elend, wie die Tiere gehalten und getötet werden. Auch die Tiere aus Biohaltung werden nicht tot gestreichelt und leiden oftmals maßlos bis zu ihrem Tod. Mir geht es also gar nicht nur um die Bedingungen in der Massentierhaltung, sondern darum, dass ich generell keine anderen Lebewesen essen möchte, weil das einfach krank ist, wenn man mal länger drüber nach denkt. Von den ganzen Folgen für Klima und Welthunger mal ganz zu schweigen. Ich wollte diesen ganzen Irrsinn irgendwann nicht weiter unterstützen und lebe nun schon seit über 4 Jahren fleischlos, trinke keine Milch, esse kaum Milchprodukte und Eier. JJ: Gibt es in Ihrer Wahrnehmung, in Ihren Gefühlen, Unterschiede zwischen Haus- und sogenannten Nutztieren, also Tiere erster, zweiter oder dritter Klasse? Nina Christmann: Nein, das gibt es nicht. Lebewesen ist Lebewesen. Die Tiere hängen genauso an ihrem Leben wie wir an unserem. Sie empfinden genau wie wir Trauer, Schmerz und Angst. Es ist einfach ein riesiges Unrecht, was wir da mit den Tieren anstellen - nur aus Genuss- und Geschmacksgründen und weil wir einfach Lust drauf haben. Wir brauchen ja schließlich kein Fleisch zum Überleben. Und wir haben absolut kein Recht dazu, so mit den Tieren umzugehen nur weil sie sich nicht dagegen wehren können. JJ: Nina, Sie haben mit einigen Peta-Aktionen für Aufsehen in Frankfurt gesorgt. Was war da los, warum waren Sie dabei und wie war das Feedback der Leute, haben Sie Erfolg gespürt? Nina Christmann: Ich engagiere mich für PETA, weil diese Organisation sich für die Rechte der Tiere einsetzt. Es ist eine sehr große Organisation, die weit mehr erreichen kann als unser kleiner Verein „Aktion Tierisch Happy“. PETA steht oft in der Kritik für ihre Arbeitsweise, aber sie erreichen viel für die Tiere und solange mit solchen Aktionen auch nur einem Tier das Leben gerettet wird oder auch nur ein Mensch anfängt umzudenken, werde ich mich weiterhin daran beteiligen. PETA's Aktionen sind immer sehr aufmerksamkeitsstark und sorgen für Furore. JJ: Vielen Dank, Nina. |
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