| Das war die Grenze |
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„Ich finde, das Faszinierende ist, die Menschen auf irgendeine Weise zu berühren. Mir kommen manchmal die Tränen, wenn ich sehe, wie die Leute lachen und sich freuen über das, was wir auf der Bühne machen“, begründet Nadya Wittkopf ihre Liebe zum Schauspielberuf, und wird, wenn sie einmal dabei ist, fast philosophisch: „Häufig geht man einfach aneinander vorbei, aber im Theater begegnet man sich. Man schöpft seine Kreativität auf der Bühne aus und es braucht nie peinlich sein, was man tut!“
Infiziert mit dem Virus, vor der Kamera und auf der Bühne stehen zu wollen, wurde die mittlerweile 26jährige im zarten Alter von elf Jahren. „Ich war begeistert von Leonardo DiCaprio, hatte Poster an meine ganzen Wände geklebt und wollte auch Schauspielerin werden“ blickt sie schmunzelnd zurück. Nicht zu tolerierenDenkt Nadya daran, um welchen Preis Wurst oder Schnitzel produziert werden, vergeht ihr das Schmunzeln. „Ich frage mich, wieso diese Tiere geschlachtet werden müssen, das ist grausam. Klar gibt es zahlreiche Antworten darauf, jedoch meine Meinung ist, sie haben kein Leben. Sie können es nicht genießen. Kaum sind sie auf der Welt und schon werden Sie aufs Schlachten vorbereitet. So was kann man nicht tolerieren“, überlegt die junge Frau mit deutlich ernsterer Miene. Ihre Abscheu, Fleisch zu essen, geht auf den Heiligabend vor fünf Jahren zurück: „Ich bin mit meinen Eltern zu einem Bauernhof gefahren, um eine Gans zu kaufen. Jedoch war mir nicht bewusst, dass dieser Schlachter sie vor unseren Augen schlachtet, es war schlimm. Ich konnte da nicht hinsehen. Und dann köpfte er das Tier - das war die Grenze für mich. Ich habe mich ab dem Tag vom Fleisch ferngehalten.“ Keine Wünsche offenDa Nadya mit Meerschweinchen aufgewachsen ist, den Schäferhundmischling ihres Onkels sehr mochte und im Teeniealter für eine Tierhandlung auch andere Hunde ausführte, liegen ihr die pelzigen Vierbeiner, die wir Haustiere nennen, sehr am Herzen. „Ich finde in erster Linie, dass man Tiere - ob Haustier oder nicht - gleich sehen sollte. Schließlich haben sie alle eine Seele“, befindet die Wahlberlinerin für sich selbst. Mit „morgens Haferflocken, zwischendurch viel Wasser trinken, mittags beispielsweise Salat oder Nudeln mit Tomatensauce und Knoblauch“ bleiben bei Nadya in der Ernährung keine Wünsche offen, die fleischliche Kost erfüllen könnte. Auch wenn sie zu Familienessen geht oder mit Bekannten unterwegs ist, gibt es kaum Probleme. „Ich habe zum Glück tolerante Freunde“, schätzt sie ein. „Aber manchmal“, fügt die in Hameln geborene und in Hessisch Oldendorf aufgewachsene Schauspielerin hinzu, „kommen meinerseits Bemerkungen, ob es nicht besser wäre, sich komplett fleischlos zu ernähren. Da rollen manche meiner Freunde mit den Augen. Sie verstehen es meist nicht.“ Mehr ÖffentlichkeitUm die Zustände, was die Massentierhaltung anbelangt, zu ändern, erhofft sich Nadya mehr Öffentlichkeit. „Es wäre auch mal sehr gut, wenn die verantwortlichen Politiker was tun“, sinniert sie und erinnert sich, dass die ehemalige Ministerin Renate Künast erste Schritte eingeleitet hatte. In die Öffentlichkeit möchte Nadya Wittkopf zudem vermehrt mit ihrem Schauspieltalent, welches gepaart ist von einer fundierten und mit Diplom abgeschlossenen Ausbildung. „Auf jeden Fall im Filmgeschäft tätig sein, in der Werbung oder als Moderatorin; im Comedybereich wäre auch toll!“, benennt sie ihre breitgefächerten Ziele und schwärmt dabei von Oliver Pocher, der ein wenig ihr Vorbild ist, „ da er manchmal so Sprüche kloppt, wo man denkt … ähhh … warum macht der das nur? Ich find ihn sehr sympathisch.“ Sagt sie und macht sich auf den schauspielerischen Weg, Faszinierendes zu tun, Menschen zum Lachen zu bringen und emotional zu berühren. Jörg Joachim im Gespräch mit Nadya Wittkopf Weitere Informationen über Nadya: |
| Foto: Nadya Wittkopf |
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