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Ernährung mit großem Genuss
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Jasmin Wagner bei dieser Burgsee-Kurier Ausgabe dabei zu haben war mir Herzenssache. Im Frühjahr 2009, da ernährte ich mich gerade ein halbes Jahr fleischlos, saßen wir während eines Pressegesprächs auf einer Mauer des Feuchtwanger Kreuzganggewölbes und plauderten unter anderem über dieses Thema. Ich weiß noch, wie sie mich fragte, ob mir ohne Fleisch etwas fehle.

Später durfte ich Jasmin Stöcke wirbelnd bei einer Probe zum Theaterstück „Robin Hood“ in Hamburg beobachten. Derzeit steht sie auf der Bühne des Berliner Schlosspark Theaters. Trotz ihrer zeitlichen Belastung beantwortete die Sängerin und Schauspielerin meine Fragen zur Massentierhaltung und zur vegetarischen Ernährung gerne.

Interview mit Jasmin Wagner

Jörg Joachim: Jasmin, warum ernährst du dich vegetarisch, gab es einen konkreten Anlass?

Jasmin Wagner: Als Teenager war ich auf dem Land und habe bei der Tötung von Rindern zugesehen. Von dem Zeitpunkt an wurde mir bewusst, was es bedeutet, wenn ein Stück Fleisch auf dem Teller neben den Kartoffeln liegt.

JJ: Fühlst du dich gesund und ausreichend ernährt?

Jasmin Wagner: Absolut, denn ich ernähre mich sehr abwechslungsreich und vor allem mit großem Genuss. Ich liebe Gemüse, Körner und sogar Tofu sehr! Besonders Hirse ist großartig und vielfältig zu verarbeiten. Wenn man vegetarisch oder vegan lebt, weiß man, was man beachten sollte. Ich glaube, wenn man übermäßig und unbedacht Fleisch isst, ist es leichter in eine Mangelernährung zu rutschen.

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JJ: Was denkst du über Massentierhaltung, muss die sein, um ausreichend Nahrungsmittel zu produzieren?

Jasmin Wagner: Das ist vom Ansatz her schon absurd und sehr abstoßend und wirft kein gutes Licht auf unsere Gesellschaft. Das Leid der Tiere isst man mit. Zusätzlich zu den Stoffen, die den Tieren gespritzt werden, um diese Torturen auszuhalten. Es ist einfach nicht normal, dass Fleisch billiger ist als manches Gemüse. Warum das gekauft wird, ist mir ein Rätsel!
Ich habe grundsätzlich nichts dagegen, dass Menschen Fleisch essen, aber dann bitte seltener und aus der Region mit nachvollziehbarem Weg auf den Teller. Übrigens ist der Verzicht auf Fleisch ein super einfacher Weg, seine persönliche CO 2 Bilanz niedrig zu halten!

JJ: Wen siehst du in der Pflicht, die Massentierhaltung in unserem Land - besser in ganz Europa - abzuschaffen?

Jasmin Wagner: Der wichtigste Impuls geht doch immer vom Konsumenten aus. Wenn nicht konsumiert wird, was billig und schlecht angeboten wird, muss umgedacht werden.

JJ: Wann und wo können deine Fans dich derzeit oder demnächst auf der Bühne oder im TV sehen und hören, Jasmin?

Jasmin Wagner: Seit dem 15. Oktober spiele ich die Hauptrolle in "Alexandra - Glück und Verhängnis eines Stars" im Schlosspark Theater in Berlin.

JJ: Vielen lieben Dank, Jasmin.

Weitere Informationen: http://www.jasminwagner.de/

Foto: JJ

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