| Tiere fühlen wie wir |
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Patrick Ochs, 1984 in Frankfurt/Main geboren, durchlief sämtliche Jugendmannschaften der „Eintracht“. Im Profiteam spielte er von 2004 bis 2011, absolvierte 202 Begegnungen und schoss dabei fünf Tore. Nunmehr steht der dynamische Mittelfeldmann beim VfL Wolfsburg unter Vertrag. Gemeinsam mit seiner Freundin Nina Christmann engagiert er sich für die Rechte der Tiere.
Interview mit Patrick Ochs Jörg Joachim: Patrick, da ich selbst mal Fußball gespielt habe und jetzt noch im Traum zum Fallrückzieher ansetze, wähle ich mal die unter Sportlern übliche Anrede „du“. Patrick Ochs: Ja klar, kein Problem! Ich bin ja auch noch jung. :-) JJ: Bist du mit Haustieren aufgewachsen und woher resultiert deine Liebe und Zuneigung zu Tieren? Patrick Ochs: Ja, ich bin mit einem Pudel aufgewachsen. Er hat immer auf mich aufgepasst als ich noch klein war und wir waren ein gutes Team. Zum Tierschutz bin ich durch einen Mallorca-Urlaub gekommen. Dort waren wir jeden Tag in einem spanischen Tierheim und haben erst mal gemerkt, wie schlecht es den Tieren in anderen Ländern geht. JJ: Nach deiner Karriere als Leistungssportler möchtest du dich vegetarisch ernähren. Warum, gab es einen konkreten Anlass für den Entschluss oder entwickelte er sich peu á peu? Patrick Ochs: Ich engagiere mich auch für die Tierrechtsorganisation PETA e.V., und dadurch habe ich erfahren, wie schlimm die sogenannten "Nutztiere" gehalten und getötet werden. Das ist einfach grausam. Schließlich fühlen die Tiere genau wie wir! Zudem ist die Klimabilanz der Fleischindustrie echt mies und indem man sich vegetarisch ernährt, trägt man einen wichtigen Teil zur Umweltentlastung bei. Auch der Welthunger hängt mit unserer Fleischproduktion zusammen und kann durch eine vegetarische Ernährung vermindert werden. JJ: Warum wartest du bis nach der Laufbahn als Fußballprofi? Patrick Ochs: Im Moment ist es recht schwierig für mich, gar kein Fleisch zu essen. Fußball ist ein Teamsport, wir sind viel auf Reisen und bekommen unser Essen immer vorgesetzt. Es ist quasi unmöglich, sich fleischlos zu ernähren, weil immer für die gesamte Truppe gekocht wird. Ich kann nicht einfach nur Beilagen essen, sondern müsste das Eiweiß ja durch Soja- und Tofuprodukte ersetzen, weil ich Eiweiß für meine sportlichen Höchstleistungen dringend brauche. Zuhause esse ich schon jetzt gar kein Fleisch mehr. JJ: Es gibt Bestrebungen, den Fans in Fußballstadien vegetarische Kost anzubieten. Wie wichtig ist das dir als Spieler? Patrick Ochs: Es ist immer prima, wenn darüber nachgedacht wird, vegetarisches Essen anzubieten - egal wo und egal für wen. Immer mehr Menschen ernähren sich fleischfrei und darauf sollte man sich auch von Seiten der Stadionbetreiber einstellen. JJ: Jetzt noch zwei Fußballfragen: Wie viel von deinem Fußballherz schlägt noch in und für Frankfurt? Und: Wird der VfL Wolfsburg in dieser Saison noch etwas reißen? Patrick Ochs: Die Eintracht ist mein Jugendverein, ich bin dort groß geworden und habe meine ersten Schritte in den Profifußball bei der Eintracht gemacht. Da ist es ja wohl klar, dass mir nach wie vor viel an diesem Verein liegt. Zudem ist Frankfurt ja auch meine Heimat. Ich fühle mich dort Zuhause, unabhängig davon, wo ich gerade Fußball spiele. JJ: Vielen Dank, Patrick. Informationen zu Patricks Engagement für Tiere gibt’s hier: www.tierisch-happy.de |
| Fotos: privat |
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