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Hunde geben Freude und Liebe
Bild wird geladen... Michael Fink begann seine Fußballprofikarriere im Schwabenländle. In Waiblingen geboren, durchlief er später sehr erfolgreich die Jugendmannschaften des VfB Stuttgart. Dort spielte der Mittelfeldmann auch in der zweiten Mannschaft, bevor es über die Stationen Arminia Bielefeld und Eintracht Frankfurt in die Türkei (Beşiktaş Istanbul) ging, wo er nach zwischenzeitlicher Ausleihe nach Mönchengladbach mittlerweile bei Samsunspor unter Vertrag steht.
Dort kümmert sich Michael - gemeinsam mit seiner Frau Fee Maria - intensiv um Hunde.

Interview mit Michael Fink

JJ: Michael, da ich selbst Fußball gespielt habe, wähle ich mal die unter Sportlern übliche Anrede „du“. Zunächst: Wie fühlst du dich fußballerisch und wie menschlich in der Türkei, müssen wir uns das Leben dort, den Stellenwert von Fußball oder Disziplin, ganz anders vorstellen?

Michael Fink: Fußballerisch fühle ich mich wieder sehr wohl, da es persönlich für mich wieder besser läuft und ich regelmäßig spiele. Ich habe mich zusammen mit meiner Frau und meinen Hunden sehr gut in der Türkei eingelebt. Das Leben hier ist natürlich anders als in Deutschland, es gibt eine viel größere Anzahl an sozial schwächeren Familien, die sich natürlich etwas suchen, mit dem sie sich identifizieren können - und für sehr viele ist das der Fußball. Das ist auch der Grund dafür, dass sehr emotional damit umgegangen wird. Im Klartext heißt das, die Leute reagieren sehr euphorisch bei Siegen, aber auch viel aggressiver bei Niederlagen oder schlechten Phasen als das in Deutschland der Fall ist. Andererseits wird mit vielen Dingen auch sehr locker umgegangen. Man wartet dann gerne mal sehr lange auf den bestellten Handwerker ... typisch südländische Art.

JJ: Magst du Hunde, Michael, seit wann und was bedeuten sie dir?

Michael Fink: Eigentlich habe ich schon immer Hunde gemocht, allerdings war es früher schwierig bei meinen Eltern einen Hund zu halten, da wir schon vier Kinder waren und der Platz dafür nicht gegeben war. Dennoch war mir klar, dass ich sobald wie möglich einen Hund haben wollte. Mittlerweile haben wir zwei Hunde aus dem Tierschutz und ich könnte mir ein Leben ohne diese nicht mehr vorstellen. Sie geben einem soviel Freude und Liebe - das kann man sich kaum vorstellen. 

JJ: Gemeinsam mit deiner Frau Fee engagierst du dich dafür, dass es Hunden, die nicht vom Schicksal verwöhnt sind, besser geht. Gab es dazu einen konkreten Anlass und was macht Ihr?

Michael Fink: Ich schaue sehr gerne Tiersendungen im Fernsehen und man bekommt ja mit, wie vielen Tieren/Hunden es schlecht geht, da war mir sofort klar, ich werde einem Hund von der Strasse/aus dem Tierschutz helfen. So kamen wir über das Internet zu Tierschutzorganisationen und zu unserem ersten Hund Sparky - 2006. Als wir dann die vielen Hunde auf den verschiedenen Seiten gesehen hatten, war uns klar, wir wollen noch mehr für sie tun und so haben wir uns als Pflegestelle für Hunde aus dem Ausland gemeldet - bis diese an Familien vermittelt sind. Nach mehreren Pflegehunden haben wir dann unsere Molly im Internet gesehen, sie hatte einen kugelrunden Bauch, das lag daran, dass ihre Bauchdecke gebrochen war und ihre Organe nach unten gerutscht waren. Da war uns klar, wenn sie nicht da raus kommt, wird Sie so ihre letzten Tagen verbringen. Also holten wir sie 2008 nach Deutschland und haben sie auf unsere Kosten operieren lassen, danach hatten wir sie so in unser Herz geschlossen, dass sie seitdem bei uns ist und nicht mehr abgegeben wird.

JJ: Was denkst du, Michael, ist wichtig, wenn sich Menschen einen Hund in ihr Leben holen wollen? Was müssen sie beachten?

Michael Fink: Wenn man sich einen Hund zulegen möchte, muss einem klar sein, dass es kein Spielzeug ist, sondern ein Lebewesen, das Liebe, Zeit, Pflege und Aufmerksamkeit benötigt. Außerdem muss man einem Hund natürlich alle grundlegenden Regeln beibringen - und das kostet wieder viel Zeit und Disziplin. Man kann das sicher ein wenig mit einem Kind vergleichen.

JJ: Mal von den Haustieren weg zu den sogenannten Nutztieren: Was denkst du über Massentierhaltung? Isst du Fleisch, wenn ja, worauf achtest du beim Kauf?

Michael Fink: Massentierhaltung halte ich für abscheulich. Ich denke, kein Lebewesen der Welt sollte ein schlechtes Leben haben und nur zu einem Zweck gehalten werden. Solange es am Leben ist, sollte es ein schönes Leben haben. Ja, ich esse Fleisch in kleinen Maßen, versuche es sehr einzuschränken. Allerdings achte ich beim Kauf darauf, dass es Biofleisch ist, auch wenn das wahrscheinlich fraglich ist. 

JJ: Danke, Michael.

Weitere Informationen: http://www.michael-fink.com

Fotos: privat

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