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Für mich soll kein Tier leiden
Bild wird geladen... Fee Maria Fink lebt derzeit mit ihrem Mann, dem Fußballprofi Michael Fink, in der Türkei. Sie kümmert sich dort intensiv um Hunde, die vom Glück nicht gerade verfolgt werden.

Interview mit Fee Maria Fink

Jörg Joachim: Fee, haben Tiere eine Seele?

Fee Maria Fink: Das ist eine wahnsinnig schwere Frage und allgemein ein interessantes Thema. Ich bin in dem Sinne nicht gläubig, weil ich mich einfach weigere zu glauben, dass es einen Gott, eine Macht gibt, die so stark ist alles zu erschaffen oder zu nehmen und diese vielen schrecklichen Gewalttaten an Menschen, kleinen Kindern oder Tieren zulässt - obwohl sie es ändern oder verhindern könnte. In diesem Zusammenhang steht für mich die Frage der Seele. Ein sehr heikles Thema. Ich weiß es nicht. 

JJ: Sie sind viel mit Hunden zusammen, was bedeuten, was geben Ihnen diese Tiere?

Fee Maria Fink: Meine Tiere erfüllen meinen Bedarf an Liebe und Geborgenheit, beziehungsweise erfülle ich es mir mit ihnen ;o) 
Ich kümmere mich und sorge auch einfach gern. Meine Tiere sind meine Familie, auch weil ich so oft allein bin. Sie bedeuten mir alles. Ich möchte nicht ohne sie leben müssen.

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JJ: Wieso kümmern Sie sich intensiv um Hunde in der Türkei?

Fee Maria Fink: Weil es mich persönlich sehr verletzt, Unrecht oder Gewalt zu sehen oder zu erleben. Ich muss helfen, ich kann nicht anders, ich muss versuchen, es wieder gut zu machen oder eben etwas besser. Tiere sind hier meist eine Ware, ein Nutztier. Der Bedarf an Hilfe ist so groß und durch meine Tierschutzarbeit aus Deutschland und das Verständnis für dieses Thema war es einfach selbstverständlich, dass ich versuche zu helfen.

JJ: Machen Sie, was Ihre Zuneigung zu Tieren angeht, Unterschiede zwischen Haustieren und den sogenannten Nutztieren, sind Kühe, Schweine, Hühner Tiere zweiter Klasse?

Fee Maria Fink: Nein, ich denke nicht. Meine Tiere haben für mich natürlich einen anderen „Wert“ als die Kuh von meinem Nachbarn beispielsweise, aber kein Tier soll sterben müssen, damit wir Menschen satt werden. Das war vielleicht vor zwei Millionen Jahren von Nöten, aber heute sind wir entschieden weiter als das. Für mich soll kein Tier leiden oder sterben müssen, ganz egal welches.

JJ: Wie denken Sie über Massentierhaltung, Fee? Wie fühlen Sie, wenn Sie Bilder sehen, die zeigen, wie qualvoll die Tiere in den entsprechenden Betrieben behandelt werden?

Fee Maria Fink: Das ist ein sehr grausames, barbarisches Verhalten. Man bekommt große Wut, heult und verzweifelt auch immer ein bisschen, weil man eingreifen will, aber in dem Moment nicht kann. Ich kann und will niemals verstehen oder erahnen können wie ein Mensch dazu in der Lage sein kann, ein Tier vorsätzlich so zu quälen und zu verstümmeln. Unfassbar.
Eine vegetarische Welt scheint mir erst mal unrealistisch, aber wozu diese Überproduktion? 50% landen stets im Abfall, warum dann züchten und schlachten!? Weil der Mensch völlig konsumgestört ist und das größtmögliche Angebot braucht, selbst wenn es für den Müll ist. Eine Richtung wäre zum Beispiel, dass wieder auf Bestellung produziert wird, so wie es vor 50 Jahren der Fall war … Aber ...

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JJ: Ernähren Sie sich vegetarisch oder vegan, warum?

Fee Maria Fink: Ich ernähre mich vegetarisch, kein Fisch, kein Fleisch, keine Eier, keine Milch etc., - es gibt fantastische Alternativen, wirklich! Manchmal aber esse ich Lab freien Bio Käse - also Milch.
Ich möchte - wie gesagt - kein Fleisch essen und ich trage auch kein Leder. Zudem verschwindet mit wachsendem Wissen der Thematik der Appetit auf tierische Produkte von ganz allein. Meine Laktoseintoleranz macht es dann noch leichter.. 

JJ: Erzählen Sie uns bitte die Geschichte mit der veganen Hochzeitstorte, Fee, wie hat sie geschmeckt?

Fee Maria Fink: Die war ziemlich fantastisch, geschmacklich und optisch ganz große Klasse. Die Herstellerin, Kim Veganwonderland, ist eine Künstlerin, und es hat wirklich Spass gemacht das Kunstwerk im Kopf zu erschaffen und zu gestalten! 

JJ: Vielen Dank. Hier doch noch meine drei Wünsche, Fee: Erster: Das Baby, das meine beste Freundin Mitte Februar zur Welt bringen wird, soll genauso gesund sein wie die Mutter. Zweiter: Die Menschen sollen von ihrem selbst errichteten Thron steigen. Dritter: Einfach mehr Ehrlichkeit und weniger Lügen.

Fee Maria Fink: Und hier meine Wünsche: Kein Gefühl für Hass mehr auf der Welt. Höchstens noch ein beleidigt sein, oder ein kleines Gezicke. Dann entwickelt sich der Frieden für Mensch und Tier von ganz allein und alles wird gut!

Fotos: privat

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