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Was lange währt, wird gut
Bild wird geladen... Schön dass du wieder singst, Yvonne. Seit deine Nummereinshits aus jedem Radiolautsprecher klangen ist eine Menge Wasser die Werra herunter geflossen. Gut, dass du uns in der Zwischenzeit nicht gänzlich allein gelassen hast.

Als Schauspielerin hast du gar beispielsweise mit dem Thriller „Schatten der Gerechtigkeit“ mit einer Ausdrucksstärke überrascht, die keine großen Gesten, keine übertriebene Mimik brauchte. Einfach nur Yvonne Catterfeld, eine spannende Geschichte und ein Wahnsinn an Ausdrucksstärke, der von innen strahlte, auf den elektromagnetischen – oder was auch immer für Wellen – von vor der Kamera bis hinter die Mattscheibe drang und über die Hirne bis in die Körper schlich und Gänsehaut erzeugte.

Nun kommst du uns „Blau in Blau“, Yvonne. Die Zeit zwischen deinem letzten und dem jetzigen Album nennst du selbst „eine Reise, eine Suche“. „Ich wollte mich musikalisch neu und anders erleben, weil ich einfach neu und anders bin“, sagst du, und kündigst uns eine Scheibe an, die du genau so machen wolltest und die wieder spiegelt, wie du heute bist. Auch wenn du deinen Weg weiter gehst, dich weiter entwickelst, kannst du gerne eine Weile genau so bleiben.

Der Titel „Blau in Blau“, selbst fragt nicht lange, nimmt mich mit, lässt mich schweben, sowohl mit dem Text als auch der Melodie. „Meine Welt ist groß, schwerelos“, singst du und meine in dem Moment auch.

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Mit dem „Traummann“ hebst du mich unweigerlich aus dem Sessel, stülpst mir den Groove über und ich tänzele, obwohl ich es nicht kann, funky mit. Ein stilles Wasser mehr, dass Tiefe offenbarte.

Bei „Immer noch“ erzählst du mir das, was wir alle schon erleben durften oder mussten. Wie man’s nimmt. Eine Beziehung ist entzwei, die Liebe nicht. Lebt sie wieder auf? Ich höre einerseits Xavier Naidoo heraus, der bei dem Titel mitgewirkt hat, und gleichwohl höre ich nur Yvonne Catterfeld. Das mag an deiner Stimme liegen, die reif und stark und nach wie vor jung und fesselnd wirkt.

Mit „Zeit“ singst du Spuren in den Sand, der davon weht, fort geschwemmt wird. Du läufst hinter her und ich mit. Gestern ist vergangen, lernst du mir, und richtest meinen Blick nach vorne.

Jeder Titel liefert eine andere, eine eigene Aussage und doch sind alle wie aus einem Guss. Egal ob du ein Chanson anbietest, es swingen oder grooven lässt, ich merke, dass du als Sängerin wieder da bist. Und das ist gut so.

Jörg Joachim

Fotos: Sigrid Reinichs, Sony Music

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