| Mit geöffneten Augen |
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Carolin Schmidt hat ihr eigenes Mode-Label „Lady CaroLynn“ (http://www.lady-caro-lynn.eu) entwickelt. Sie lebt und arbeitet in Magdeburg , leitet ergänzend zu ihrer Designerinnentätigkeit die Modelgruppe „Caroline X“.
Gespräch mit Carolin Schmidt JJ: Seit wann ernährst du dich vegetarisch, Carolin, gab es einen konkreten Anlass? Carolin Schmidt: Ich ernähre mich seit Mai 2008 vegetarisch. Ein Urlaub in der Dominikanischen Republik hat mir die Augen geöffnet, als ich live sah, wie Tiere gehalten und geschlachtet wurden. Im Prinzip wollte ich schon immer vegetarisch leben. Aber mir fiel das anfangs schwer. Da ich aber so sehr tierlieb bin und auch für meine Kollektionen nie Pelz oder Leder verwenden würde, habe ich mich dazu entschlossen, auch kein Fleisch mehr zu essen. JJ: Hast du das Gefühl, vollwertig und gesund ernährt zu sein? Carolin Schmidt: Gesund auf alle Fälle, ich esse sehr viel Obst und Gemüse, Schokolade … Es ist aber immer sehr schade, dass es, wenn ich irgendwo eingeladen bin, nur Wurstplatten gibt und kaum vegetarisches Essen … Dann frage ich immer, ob es auch etwas gibt, was vorher nicht gelebt hat - und werde oft verwundert angeschaut … JJ: Was denkst du über Massentierhaltung? Carolin Schmidt: Über dieses Thema könnte ich stundenlang sprechen. Die Vorstellung, wie eng Hühner, Weihnachtsgänse, etc … gehalten werden, und dass das die meisten Leute überhaupt nicht interessiert, da könnte ich echt „ausrasten“! JJ: Was fühlst du, wenn du Fernsehberichte siehst, die zeigen, wie bestialisch teilweise Carolin Schmidt: Ich kann es nicht genau beschreiben, aber ich fühle dann Hass, Wut und Trauer, vor allem weil es so schwer ist, dagegen vorzugehen. JJ: Was bedeuten Tiere für dich ganz persönlich? Carolin Schmidt: Ich sage immer gern, Tiere machen glücklich - und damit meine ich keine Tiere auf dem Brötchen oder dem Grill, sondern Lebendige. Ich war eigentlich noch nie ohne Haustier. JJ: Wer ist aus deiner Sicht der Dinge in der Pflicht, die Massentierhaltung Carolin Schmidt: Keine Ahnung. Ich finde, das ist sehr schwer zu beantworten. Man könnte sagen: „Leute, hört auf Tiere zu schlachten und zu essen!“ Dann kommt die Antwort, dass Tiere zum Essen da sind. Das ist nicht leicht … JJ: Danke für deine Antworten, Carolin. Ich denke, du freust dich, wenn du in dieser Burgsee-Kurier Ausgabe liest, dass es viele Menschen gibt, die für sich selbst ähnliche Antworten gefunden haben wie du – und nicht das gedankenlose „Tiere sind zum Essen da“. Und wenn ich eine Kuh, ein Schwein oder ein Huhn wäre, würde ich jetzt gleich noch mal „Danke“ sagen … ähhh … muhen, grunzen, gackern ;-) |
| Fotos: Sven Kraft/CS |
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