| „Die Leute müssen sich selbst mögen auf ihren Bildern“ Gespräch mit Michaela Thewes |
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JJ: Michaela, seit wann fotografieren Sie?
Michaela Thewes: Als gelernte Siebdruckerin und spätere Mediengestalterin reicht meine Erfahrung in der Bildbearbeitung bis in Jahr 1999 zurück. Ich fotografiere aber erst seit cirka zwei Jahren, also eigentlich noch nicht so lange. Mein Freund hat mich damals, man könnte sagen überredet, mir eine Kamera zuzulegen, da es mir bislang immer zu teuer war. Seitdem bin ich jedoch hin und weg und die Fotografie ist zu meiner großen Leidenschaft geworden. JJ: Was macht Ihnen dabei Spass, welche Motive favorisieren Sie? Michaela Thewes: Ich habe angefangen mit der sogenannten Blümchenfotografie, also Stillleben. Hin und wieder sind auch ein paar Industrieaufnahmen dazwischen geraten. Später bin ich aber mehr und mehr dazu übergegangen auch Menschen zu portraitieren. Ich halte jedoch nicht viel davon, wenn man sich als Anfänger gleich an Aktfotografie wagt. Es gibt kaum einen Bereich, in dem man mehr falsch machen könnte. Zum Beispiel mit ungünstigen Lichtverhältnissen die Rundungen hervorheben, die lieber im verborgenen geblieben wären. Deswegen habe ich ganz bewusst klein angefangen und mich immer weiter vorangetastet. JJ: Fotografieren Sie auch im Auftrag, wozu kann man Sie buchen? ![]() Michaela Thewes: Aufträge nehme ich gerne an und ich bin zur Zeit auf der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten, Galerien, und so weiter ... JJ: Was sagen Sie zur Frage: Digitalfotografie oder herkömmlich mit Film? Michaela Thewes: Ich bin sozusagen ein Kind der Digitalfotografie. Das Analoge mag ich zwar auch sehr, aber es ist mir ehrlich gesagt zu umständlich und zu teuer. Trotz der relativ großen Speichermedien, die ja auch kaum noch etwas kosten, knipse ich jetzt nicht 500 Bilder am Stück, in der Hoffnung, dass dort dann ein Brauchbares dabei sein könnte. Da wäre mir das ganze Aussortieren schon viel zu anstrengend. JJ: Wie zufrieden sind sie selbst mit Ihren Bildern, mit welchen Gefühlen betrachten Sie das Endprodukt? Michaela Thewes: Ich bin so gut wie nie so richtig zufrieden mit meinen Bildern, aber welcher Künstler ist das schon? Man wird irgendwann betriebsblind, wenn man zwei Stunden an einem Bild sitzt und es bearbeitet, man verliert das wirklich Wichtige aus den Augen. Deswegen nehme ich mir auch gerne mal Auszeiten während einer Bearbeitung. Einfach nur um etwas Abstand zu gewinnen. Das erhöht enorm die Qualität der Bilder. JJ: Wo kann man Ihre Bilder bewundern? Michaela Thewes: Am 25. April eröffne ich eine Ausstellung meiner Bilder im Unperfekthaus in Essen, die bis Ende Juli andauert. Weitere Termine kann ich noch nicht verbindlich nennen, werde sie aber auf meiner Homepage veröffentlichen. ( www.pixelofen.de) |
| Foto: www.pixelofen.de |
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