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Mehr als ein Hofwächter
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Der Hovawart ist ein kräftiger, starker, widerstandsfähiger Gebrauchshund. Sein Name stammt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet eigentlich Hofwächter (Hova = der Hof und Wart = der Wächter). Von seinen menschlichen Freunden wird er als ausgeglichen und gutartig charakterisiert, er besitzt einen Schutz- und Kampftrieb, Selbstsicherheit und Belastbarkeit, sowie ein mittleres Temperament. Zudem gilt er als geeigneter Fährten- und freundlicher Familienhund.

Sven Bachmann, der Hovawarte züchtet, bestätigt das in einem Gespräch:
"Der beste Familienhund der Welt"

JJ: Wie charakterisierst du die Rasse Hovawart?

Sven Bachmann: Der Hovawart gehört zu den Gebrauchshunderassen und ist ein wirklicher Allrounder. Er ist sehr sportlich und trotzdem, oder gerade deswegen, auch ein Familienhund. Es ist eine sehr intelligente Rasse, die auch geistig gefordert werden möchte. Sie können eine sehr hohe Arbeitsbereitschaft mitbringen, die wunderbar einsetzbar ist in der Ausbildung zum Schutz, - Rettungs- oder Fährtenhund. Auf der anderen Seite ist es eine bildschöne Rasse, mit der man viele Blicke erntet.

JJ: Charakterisiere bitte einen deiner Hunde.

Sven Bachmann: Carla aus dem Abenteuerland ist eine schwarzmarkene Hündin, die vor Arbeitseifer nur so strotzt. Carla hat einen ausgeprägten Beute- und Spieltrieb und ist in ihrer Umwelt sehr sicher. Sie hat liebevoll 2 Würfe groß gezogen und kümmert sich immer noch sehr rührend um ihre Tochter, die wir aus dem B-Wurf behalten haben.

JJ: Warum sind Schutzdienst oder Unterordnung wichtig in der Ausbildung?

Sven Bachmann: Schutzdienst und Unterordnung sind in erster Line zwei Sportarten, die einem Hund sehr viel Spaß bereiten. Jeder Hund bringt einen gewissen Beute- bzw. Spieltrieb mit und nur die wenigsten können diesen auch ausleben. Unterordnung und Schutzdienst sind zwei Möglichkeiten, diese Triebe auszuleben und wenn man den Schutzdienst gewissenhaft betreibt, wird der Hund auch nie eine Gefahr für seine Umwelt darstellen. Ganz im Gegenteil, durch den Schutzdienst lernt der Hundeführer, wie sein Hund in manchen Situationen reagiert und kann sich dann besser auf seinen Hund einstellen.

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JJ: Hast du Grundsätze in der Zucht?

Sven Bachmann: Ja, mein Ziel in der Zucht ist es, gesunde Hunde zu züchten, die eine ähnliche Arbeitsfreude haben wie die Stammmutter unserer Zucht (www.adlerfelsen.eu). Das fängt schon bei der Wahl des Deckrüden an, ich möchte einen Rüden, der mit ebenso viel Eifer bei der Arbeit ist wie unsere Hunde.

Ich züchte über die VDH-Zucht des Rassezuchtverein für Hovawart Hunde e.V. (www.Hovawart.org) und hier sind schon sehr strenge Vorschriften gemacht, um einen möglichst gesunden Hund zu züchten.

Es darf zum Beispiel nur mit Hüftgelenksdysplasie- freien Hunden gezüchtet werden. Da der Hovawart nun mal eine Gebrauchshunderasse ist, lege ich persönlich auch Wert darauf, dass mit beiden Elternteilen im Unterordnung, - Fährte- und Schutzdienst - Sport, gearbeitet wird und eventuell auch Prüfungen abgelegt wurden. Bei einer Rassedarstellung wird normalerweise immer die Familientauglichkeit der Hunde dargestellt. Ich bin der Meinung, dass ein Hund, der körperlich und geistig ausgelastet ist, der beste Familienhund der Welt ist.
Fotos: Sven Bachmann

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