| Nicht irgendein Interview |
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Frank Schöbel ist für mich nicht irgendein Sänger. Nein, seit meiner frühen Jugend begleiten mich seine Texte und seine Musik. Er hat mir gelernt, dass „Die Sprache der Liebe leise’“ ist oder das man „Vom Nordpol zum Südpol zu Fuß geht, für einen Kuss“. Wenn die Schneeflocken tanzten und es nach Lebkuchen roch, lud er die Republik ein, „Weihnachten in Familie“ mit ihm zu feiern. Musikalisch.
Wenngleich der Sänger zu DDR-Zeiten ein absoluter Nummer1 Star war, sorgte er mit seiner lockeren, freundlichen Art, mit seiner Nähe zum Publikum und nicht zuletzt mit seinem ehrlichen Lächeln dafür, dass er immer einer von uns blieb. Als ich per E-Mail mit Frank Schöbel in den Dialog kam, spürte ich, dass sich daran nichts geändert hat. Auch nicht an seiner Begeisterung für den Fußball… JJ: Hallo Frank, als 50 Jahre junger Thüringer bin ich mit Ihren Texten und Ihrer Musik aufgewachsen. Man kann fast sagen, "Da war Gold in deinen Augen" oder "Die Sprache der Liebe ist leis" haben mich ein wenig geprägt. Hören Sie das oft von Fans? Frank: Ja, es war ein Teil ihrer Jugend, es gehörte zu ihrem Leben. Eigentlich ein völlig normaler Vorgang, der überall in der Welt so passiert. JJ: Kommen bei Konzerten immer noch die Forderungen nach diesen Hits, besonders "Wie ein Stern" - und wie gehen Sie damit um? Frank: Wir sind im weitesten Sinne „Dienstleister“. Der „Kunde“ kommt zu uns, hat bezahlt und möchte diese Lieder hören. Außerdem spielt ja sonst kaum noch jemand deutsche Titel, das ist eigentlich so wie zur DDR Zeit, als bestimmte Westlieder verboten waren. Das macht unsere Lieder auch so interessant und deshalb kommen so vielen Menschen in unsere Konzerte. Danke an die – die uns nicht spielen! Denn die Lieder sind in den Herzen der Menschen und das kann keiner verhindern. JJ: Weihnachten steht vor der Tür, wie wichtig sind Ihnen persönlich die speziellen Weihnachts- CDs? ![]() Frank: Es erscheint übrigens gerade eine neue Weihnachts DVD. Sie ist ab 14.11. im Handel: „Weihnachten in Familie Folge 2“. Ich finde diese DVD wirklich witzig, märchenhaft und mit viel Liebe gemacht. Weihnachten ist für viele der Höhepunkt des Jahres und das traditionelle Fest. Für mich ist es die Möglichkeit ganz nah an Menschen ran zu kommen. Mit Wort und Musik - Emotionen wecken und direkt unverkitscht im Herzen landen. JJ: Frank, vor der Wende haben Sie "Wir brauchen keine Lügen mehr" gesungen und haben dabei auch auf die gesellschaftlichen Verhältnisse angespielt. Haben Sie dieser Tage Lust, den Titel neu aufzulegen? Frank: Wir haben ihn natürlich in unserem Programm, weil gerade heute gelogen wird was das Zeug hält. In der Politik, in Zeitungen, im Leben... Ich habe ihn schon 2002 neu aufgenommen - mit der Gruppe Karat. JJ: Sie singen, haben in Musikfilmen und dem einen oder anderen Schwank mitgespielt, alles sehr erfolgreich. Sind beruflich noch Träume offen, wenn ja, welche? Frank: Ja, aber besser ist es zu machen und nicht vorher viel zu erzählen. JJ: Wann haben Sie das letzte Mal Fußball gespielt? Frank: Ich hatte gestern gerade Training und eben komme ich vom Pokalspiel. Ich hatte ne gute Chance, habe aber leider leicht über den Kasten geballert. Das heißt sonst: Montag oder Freitag Punktspiel. Dienstag Training. Manchmal spiele ich noch bei einer anderen Mannschaft mit. Es kann also schon 4 x in der Woche werden, wenn es meine Zeit erlaubt. Anschließend geht’s dann ins Fitness Studio etwas Kraft machen und Sauna. JJ: Wie sieht die Altersstruktur bei Ihren Konzerten aus, jung und alt bunt gemischt? Frank: Eher bunt gemischt vom Kind bis zur Oma. JJ: Was haben Sie im Jahr 2009 musikalisch vor, Frank, worauf dürfen sich die Fans freuen? Frank: Ich denke, ich muss neue Lieder schreiben. Auf jeden Fall sind wir im Dezember 2009 (in diesen Städten - am 29.11.09 in Schwerin - JJ: Vielen Dank, Frank Schöbel, und viel Spass in Frankfurt/Oder und Leipzig zur Jubiläumstournee. |
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