JJ: Seit wann gibt es Euren Fanclub?
Michael Handel: Den Fanclub gibt es seit Sommer 2005.
JJ: Was fasziniert Euch an den Volleyballerinnen des VfB Suhl?
Michael Handel: Uns fasziniert in erster Linie als meist aktive Volleyballer der Sport Volleyball. Da Suhl fast vor unserer Haustüre (55 km) liegt, lag es nahe mal Heimspiele zu besuchen. Im laufe der Zeit hat sich eine Freundschaft entwickelt.
JJ: Was unternehmt Ihr mit Eurem Fanclub?
Michael Handel: Wir besuchen regelmäßig die Heimspiele. Wir haben auch schon drei mal einen "Spielenachmittag" mit dem VfB Suhl organisiert. Sie haben uns mit der kompletten Mannschaft besucht und wir haben neben einem Showtraining, ein Training für unseren Nachwuchs, zusammen Beachvolleyball und Basketball gespielt.
Wir haben letzte Saison auch den Hallensprecher und den DJ bei den Heimspielen in der Wolfsgrube gestellt.
JJ: Wie habt Ihr den Pokalsieg erlebt?
Michael Handel: Der Pokalsieg war natürlich sensationell. Die Stimmung im Gerry Weber Stadion war einmalig. Ich hatte das Glück, mit einem Kollegen den Erfolg als Journalisten begleiten zu dürfen. So waren wir ganz nah dran am Parkett und an der Mannschaft.
JJ: Was traut Ihr der neuformierten Mannschaft mit Coach Michael Schöps in der Saison 2008/2009 zu?
Michael Handel: Alles!
Interview mit Ingolf Rust vom Fanclub Dynamics
 JJ: Seit wann gibt es Euren Fanclub?
Ingolf Rust: Unser Fanclub "Dynamics Suhl" ist der jüngste unter den Suhler Fanclubs,
aber ohne unbescheiden wirken zu wollen, wir sind auch einer der
aktivsten. Gegründet haben wir uns am 14.10.2006 - gestern war also
unser 2.Geburtstag. Mittlerweile haben wir 15 Mitglieder und eine
handvoll Freunde und Unterstützer, die mit uns die Faszination
Volleyball teilen.
JJ: Was fasziniert Euch an den Volleyballerinnen des VfB Suhl?
Ingolf Rust: Ob es möglich ist, diese Faszination für alle
Fanclub-Mitglieder umfassend zu beschreiben weiß ich nicht. Ich zum
Beispiel war und bin Eishockey-Fan und kannte Volleyball nur vom
Schulsport. Ich wurde von jemandem zum zweiten Erstliga-Heimpspiel gegen
den SSV ULM eingeladen, und ich war sofort fasziniert. Dieses Spiel ging
als das "Wunder von Suhl" in die Vereinsgeschichte ein, weil unser Team
als Aufsteiger den amtierenden Meister in einem Tie-Break-Krimi
niederringen konnte. Die Stimmung bei diesem Spiel, und die Dynamik und
Eleganz des Sports sowie die volleyball-typische emotionale Achterbahn
mit dem Glücksgefühl am Ende waren damals sicherlich für viele die
Initialzündung. Aber es sind und waren auch die Spielerinnen aus vielen
verschieden Ländern, die mit ihrem durchweg sympathischen Umgang mit uns
viele der Fans auch in weniger erfolgreichen Zeiten "bei der Stange"
hielten, und der uns auch ermutigte, einen Fanclub zu gründen.
JJ: Was unternehmt Ihr mit Eurem Fanclub?
Ingolf Rust: Auswärtsfahrten und die Unterstützung bei den Heimspielen mit Trommeln
und Fahnen sind natürlich unsere Hauptbeschäftigung, aber wir haben auch
immer versucht, aus unseren Fanclub mehr als nur einen "mitreisenden
Huldigungsverein" zu machen, und haben begonnen, nicht nur mit Trommeln
Werbung für unsere Sportart und unseren Verein zu machen. Deswegen haben
wir z.B. die Moderation des VfB-Fanforums übernommen und ein Tippspiel
organisiert und kurz nach unserer Gründung auch eine eigene Homepage
gestaltet, mit deren Hilfe wir versuchen, den Fans unsere Begeisterung
zu vermitteln. www.dynamics-suhl.de beherbergt mittlerweile das
Tippspiel und wir versuchen mit Interviews, Statistiken und Bildern von
den Spielen die Fans auch unter der Woche mit dem VfB zu vernetzen.
Mittlerweile gestalten wir auch regelmässig ein paar Seiten in den
Programmheften zu den Heimspielen und haben letzte Saison ein
Fan-Bowling mit der Mannschaft organisiert. Außerdem ist es für uns ein
wichtiges Anliegen mit den Fans der anderen Teams gute Kontakte zu
knüpfen und wir pflegen mit dem Fan-Club "Klatsch-Up" aus Köpenick eine
Fanfreundschaft.
JJ: Wie habt Ihr den Pokalsieg erlebt?
Ingolf Rust: Der Pokalsieg bzw. der gesamte Tag war für uns DAS Highlight der letzten
Jahre und irgendwie war es eine riesige Belohnung für die vielen
nervenaufreibenden Spiele, die Stunden auf den Autobahnen oder vor dem
Liveticker und die grauen Haare, die man als Fan auch manchmal bekommt.
Unser Fanclub war beinahe vollzählig in Halle und wir waren mit 7-8
Trommeln mitten im "schwarzen Block" der 1.300 Suhler Fans. (der VfB
hatte schwarze Fan-T-Shirts aufgelegt, die auch fast alle Fans trugen)
Die Atmosphäre im Gerry-Weber-Stadion war ja ohnehin schon
beeindruckend, aber das Gefühl, das wir diese große Arena im Griff
hatten und wir förmlich spürten, wie wir unser Team nach vorn peitschen
konnten, hat alle beflügelt. Das man alle eigenen Fans zum Mitmachen
animiert ist manchmal ja gar nicht so einfach, aber in Halle sprang der
Funke wie von selbst von der Tribüne aufs Parkett, aber auch von dort
wieder zurück - und spätestens nach Tanja Boskovics artistischer
Rettungsaktion waren auch die zurückhaltendsten Fans mit "an Bord". Der
Sieg und die anschließende Laola mit der Mannschaft war dann die
Krönung, und manche haben gesagt, dass sie die Tatsache erst Stunden
später richtig begriffen haben.
JJ: Was traut Ihr der neuformierten Mannschaft mit Coach Michael Schöps in der Saison 2008/2009 zu?
Ingolf Rust: Für die neue Saison sind die Hoffnungen - nicht nur durch die Erfolge
der letzten Jahre, sondern auch durch die vielversprechenden
Neuverpflichtungen - natürlich höher als in jemals zu vor, und der
Optimismus ist groß, dass unser Team, welches ja im Stamm fast komplett
zusammenblieb, mit den neuen Spielerinnen und einem "Erfolgscoach" an
der Seitenlinie fähig ist, auch heuer einen Titel zu holen. Am liebsten
wollen wir eigentlich alle noch einmal nach Halle, denn dieses Erlebnis
war einfach unbeschreiblich. Den Meistertitel hatten wir kurz nach
unserer Gründung scherzhaft in einem internen Motto ("2010 - ihr werdet
es schon seh'n!") erst für nächstes Jahr eingeplant. Wenn es diese
Saison klappt sind wir aber auch nicht böse.
JJ: Vielen Dank für die interessanten Antworten.
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