| Volksfeste am Bodensee | |
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Sommerfest Nummer eins in der zweitgrößten Stadt am Bodensee, Friedrichshafen (60.000 Einwohner), ist das Seehasenfest. Es wurde nach dem Zweiten Weltkrieg ins Leben gerufen, um den Kindern in der Zeit des Wiederaufbaus eine Freude zu bieten. Mittlerweile hat es sich zu einem eher für Erwachsene zugeschnittenen Volksfest mit Fahrgeschäften, Rummel und Bierzelten entwickelt. Das Verteilen des Hasenklees an die Erstklässler, der Kinderumzug und die zentrale Figur des „Seehas“ sind jedoch geblieben und erfreuen Alt und Jung gleichermaßen. Hoch her geht’s auch beim Rutenfest im nur wenige Kilometer entfernten Ravensburg. An die erste elektrifizierte, normalspurige Eisenbahn mit Personen- und Güterverkehr in Deutschland erinnert das Bähnlesfest in Tettnang. Das Fest wurde 1976 gegründet, als die damalige Deutsche Bundesbahn den Personenzugverkehr auf der seit Dezember 1895 zwischen Meckenbeuren und Tettnang pendelnden Stichbahn einstellte. 1995 legte die Deutsche Bahn AG den Schinenverkehr komplett still. Beim Bähnlesfest drehen nur noch Minidampfeisenbahnen und Straßenzüge ihre Runden in der Montfortstadt. Es wird jeweils am zweiten Sonntag im September gefeiert. Eigentlich nichts mit Zügen zu tun hat das Bahnhofsfest in Meckenbeuren. Es handelt sich dabei um ein spätsommerliches Gemeinschaftsfest von über 50 Gruppen und Vereinen – 1982 erstmals anlässlich der Einweihung des neuen Bahnhofsplatzes gefeiert. Im Jahr darauf bot die neue Eselsbrücke Anlass zum Feiern. Um nicht jedes Jahr einen neuen Grund zum Feiern suchen zu müssen, erfanden die Meckenbeurer das „Bahnhofsfest“. Als Maskottchen dient die Geißbockfamilie – bekannt aus dem Lied von der „Schwäbsche Eisebahn“. Nur alle zwei Jahre steht in Tettnang der Hopfenwandertag auf dem Programm. Ort des Geschehens ist der vier Kilometer lange Weg zwischen der Kronenbrauerei im Tettnanger Stadtzentrum und dem Hopfenmuseum im Vorort Siggenweiler – vorbei an Hopfengärten, Wiesen und Obstanlagen, bei gutem Wetter auch mit Aussicht auf den Bodensee und die Alpen. Mal wird die längste Bierbank fürs Guinness- Buch der Rekorde aufgebaut, mal gibt’s ein Riesen-Mikado, mal vier Bierdörfer... Die Organisatioren lassen sich jedes Mal etwas Neues einfallen. Und zwei bis drei Dutzend Brauereien aus dem In- und Ausland sorgen fürs Durstlöschen. G.A. |
| Foto: Gerd Ahrendt |
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