Titelseite Titelstory Aktuelles Ratgeber Leserbriefe Das Team Kontakt

Der richtige Webhost

Es ist eine Suche von Wochen, Monaten und manchmal auch von Jahren, um den richtigen Webhost zu finden. Für unsere treuen Leser, die der Internetsprache nicht so mächtig sind, folgt hier noch eine kleine Erklärung des Wortes Webhost. Wie allgemein bekannt, befinden sich die Internetinhalte auf sogenannten Servern. Diese Server werden in der Regel von den Webhostern verwaltet. Sie sind verantwortlich für die Sicherheit der Dateien und die technische Wartung, so dass ein Webmaster nur seine Inhalte hoch laden braucht, die er dann sofort im Internet betrachten kann. Natürlich gibt es je nach Vertrag und Firma gewisse Abstufungen. So kann ein Webmaster auch einen kompletten Server für einen Internetauftritt mieten und diesen selbst oder mit Hilfe des Webhosts verwalten.

Die bekanntesten Webhost-Firmen sind sicher Strato, One und 1blu. Bei Google fand ich aber zum Zeitpunkt, da ich diese Zeilen schrieb, über 311.000 Einträge zu dem Stichwort Webhost. Nach meiner eigenen Erfahrung variieren die Tarife und Leistungen der einzelnen Anbieter sehr. So kann man viel Geld sparen, aber auch sehr auf die Nase fallen.

Wenn Sie einen Internetauftritt planen und einen geeigneten Webhost suchen, dann sollten Sie als Erstes Ihre Inhalte technisch analysieren. So ist die wichtigste Frage: Wie viel Speicher braucht meine Seite? Aber auch das Erweiterungspotential Ihrer Homepage sollte beachtet werden. Grob lässt sich sagen, dass Sie bei Videos und aufwendigen Animationen wesentlich mehr Speicher benötigen, als bei Text und Bildern. Wieso ist das nun so wichtig?

Die meisten Anbieter stellen den Webmastern einen bestimmten Teil eines Servers zur Verfügung. Demnach ist der Speicherplatz begrenzt. Der zur Verfügung gestellte Speicher hängt vom einzelnen Anbieter ab und kann von 50 Megabyte bis 50 Gigabyte oder darüber hinausgehen. Hier lässt sich aber nicht pauschal sagen, je mehr Speicher, umso teurer. So gibt es Anbieter, die über 20 Gigabyte für 20,00 € im Jahr zur Verfügung stellen. Und es gibt Webhoster, die Ihnen 3 Gigabyte für 9,90 € im Monat anbieten, wie z.B. bei 1blu.

Nun, das klingt das erste Angebot natürlich genial, aber wie es auf dieser Welt nun mal so ist, steckt der Teufel im Detail. Das wichtigste sind die AGB´s. Hier gibt es erhebliche Unterschiede, aber auch bestimmte Schlagwörter auf die Sie achten können. Wichtig ist die angegebene Serverzuverlässigkeit. Die meisten geben hier 90% im Jahresmittel an. Wenn Sie den Burgsee-Kurier lesen, dann haben Sie auch einen Computer und wissen, dass dieser jeder Zeit ausfallen kann. Das Problem haben auch die Webhoster mit ihren Servern. Um das zu vermeiden, werden regelmäßig Wartungsarbeiten durchgeführt. Zum Zeitpunkt dieser Wartungsarbeiten ist Ihre Homepage normalerweise nicht zu erreichen oder es ist mit erheblichen Störungen verbunden. Daher ist der Zeitpunkt, wann diese Arbeiten in der Regel durchgeführten werden, sehr wichtig. Geschieht das z.B. nachmittags oder zu nächtlicher Stunde? Wobei auch einige Anbieter ihre Kunden rechtzeitig per Email über solche Arbeiten informieren. Gerade die letzten Punkte sprechen für 1blu, da bei diesem Webhost die Zuverlässigkeit der Server eine hohe Priorität hat und Sie über Wartungsarbeiten, die auch im Regelfall nachts durchgeführt werden, eine rechtzeitige Information bekommen.

Haben Sie sich jetzt einige Webhoster ausgesucht, ist die Frage, wofür Sie Ihre Homepage benötigen? Ist dies eine rein private Hobbyangelegenheit, dann können Sie ruhig beim billigsten Anbieter zu greifen, der Ihnen ausreichend Speicher zur Verfügung stellt und gegebenenfalls unbegrenzten Traffic. Traffic ist übrigens die Menge, die von Ihrem Server in einer bestimmten Zeit heruntergeladen wird. Geht dieser Traffic über ein Maximum hinaus, so muss bei manchen Anbietern für jedes weitere Megabyte gezahlt werden. So können sich im ungünstigsten Fall die Homepagekosten potenzieren.

Sollten Sie aber mit Ihrem Auftritt ein gewisses Image etablieren wollen, ist die Zuverlässigkeit Ihres Partners oberstes Gebot und dann lohnen sich auch ein paar Euro mehr. Ist Ihre Homepage mal nicht zu erreichen, dann fällt das nicht auf den Webhost zurück, sondern Sie verlieren an Image, wenn Ihre Kunden Ihre Website nicht öffnen können. Bei den billigen Angeboten lässt da auch manchmal die Zuverlässigkeit Ihres Postfachs zu wünschen übrig. Es gibt in der heutigen Zeit kaum etwas Schlimmeres, als dass Sie eine E-Mail erst nach Tagen oder Wochen erreicht, wenn überhaupt, oder Ihr Kunde Ihr Angebot erst nach einigen Stunden, statt Minuten auf dem Schreibtisch hat.

Konnten Sie jetzt die Anzahl der möglichen Anbieter weiter eingrenzen, lohnt es sich auch, die Überlebenden zu googeln. Suchen Sie dabei gezielt nach negativen Einträgen in Foren. Enttäuschte Webmaster scheuen sich selten, in blumigen Beschreibungen ihre negativen Erfahrungen mit Webhostern kundzutun. Achten Sie aber hauptsächlich darauf, ob die Zuverlässigkeit, der Support (Internetdeutsch für Kundenbetreuung) oder andere Dinge kritisiert werden. Kein Anbieter ist perfekt, daher wird es über alle Webhoster entsprechend viele Negativeinträge geben. Die Frage ist nur, ob über Funktionalitäten geschimpft wird, die Sie auch für Ihre Website benötigen? Hier spielt zudem die Mundpropaganda eine Rolle. Wenn Sie einen Informatiker oder Webdesigner kennen, dann fragen Sie Ihn ruhig nach seinen Empfehlungen für einen Webhost, aber auch diesem Angebot sollten Sie nicht blind vertrauen.

Sie sehen also, dass es wahrscheinlich viel leichter ist, die richtige Frau zu finden, als den richtigen Webhost, dennoch hoffe ich, dass meine Erfahrungen Ihnen eine hilfreiche Stütze sein werden auf Ihrer Suche, für die ich Ihnen viel Erfolg wünsche! Was nicht so ironisch gemeint ist, wie es vielleicht klingt.

LF


zurück
Impressum