„Zu den Menschen gehen, nicht warten, dass sie zu uns kommen“, begründet Bernd-Günther Hoffmeyer seine Beweggründe, in den Räumen der Bad Salzunger Tafel auszustellen. Gemalte Bilder im abstrakten Stil und Fotos von seinen Reisen hängen seit dem 26.September dort. „Kunst soll für alle Menschen, arm oder reich, da sein“, fügt der Allrounder hinzu. Die Fotos seien Skizzen für die Malerei, erklärte er während der Eröffnung seiner Vernissage, zu der sehr reger Andrang herrschte.
Die Bilder sind in Namibia, Australien, auf den Galápagos-Inseln oder auch Ecuador entstanden, bei „ganz normalen touristischen Fahrten. Nur, als die anderen nach links liefen, ging ich nach rechts“, plaudert Bernd-Günther Hoffmeyer aus dem Nähkästchen.
So heißt seine Ausstellung bezeichnendenderweise „Weltsichten“. Unter anderem will der Künstler die Umstände in Deutschland relativiert sehen. „Das was viele Kinder in Afrika jeden Tag essen müssen, würde in einer deutschen Tafel niemand annehmen“, berichtet er. Gleichwohl erzählt er von einer Frau mit einem Baby auf dem Arm, die aus ihrer ärmlichen Hütte kam und den Touristen etwas zu trinken anbot. Armut schließt Gastlichkeit wohl nicht aus…
Jo. |