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Mit der Ruhe aus der Idylle zur Kraft in der Stimme
Bild wir geladen... Der Ursprung

Irgendwo in den Schweizer Alpen. Ein langes, schmales Tal schlängelt sich zwischen hoch aufragenden Bergmassiven. Verträumt liegt da das Dörfchen Eyholz, eingebettet und gleichwohl wie von zwei Mauern geschützt. Die Beziehung der Menschen untereinander ist familiär. Man kennt sich. Charakteristisch für die wenige Hundert Einwohner zählende Gemeinde im Kanton Wallis sind die vielen Lebensmittelgeschäfte. Zu viele für die Eyholzer. Deshalb strömen die Leute aus den ebenso idyllisch anmutenden Nachbarsiedlungen während der Ladenzeiten hier zusammen.

Die Entdeckung

Dort wuchs Stefanie Heinzmann auf. Irgendwann in der siebenten Klasse entdeckte ihr Musiklehrer die außergewöhnliche Gesangsstimme. Inzwischen spielt er in ihrer Band und ist ein Kollege. Als die mittlerweile 19jährige von ihrem Bruder Claudio ermuntert wurde, an Stefan Raabs Castingshow, die irgendwie auch eine Anticastingshow war, teilzunehmen, zog sie, obwohl sie sich selbst als Schisser bezeichnet, hinaus aus dem ruhigen Tal in die turbulente Welt.

Der Respekt

"Ich habe Stefan Raab schon immer bewundert“, erzählt sie gerne, „als Musiker und für die vielen interessanten Projekte, die er auf die Beine stellt“. Deshalb habe sie während und um die Fernsehsendungen herum „sehr viel Respekt vor ihm gehabt“. „Aber der Entertainer hat viel geholfen, Tipps gegeben und beruhigt“, berichtet die spätere Siegerin des Ausscheides gerne weiter. Selbst dessen blödelnde Art und der Drang, sich von einer Frau verprügeln zu lassen oder von galoppierenden Lamas zu fallen, ändert daran nichts.

Bild wir geladen... Das Wesentliche

Stefanie weiß, dass es auf solche Nebensächlichkeiten nicht ankommt. Sie schätzt das Wesentliche. So legt sie selbst keinen Wert auf rote Teppiche, schillernde Kleidung, auf -Teufel komm raus- auffallendes Benehmen oder einen einprägsamen Künstlername. „Ich bin wie ich bin“, sagt sie. Und das ist eine ganze Menge. Vor allem ist es das Essentielle. Außer dieser einmaligen, facettenreichen Stimme ist da noch ihre Natürlichkeit pur. Die hat sie wohl aus dem beschaulichen Tal im Wallis mitgebracht. Mit ihren klaren, braunen Augen lebt sie jedes Wort, das sie spricht und jedes Wort, das sie hört, mit.

Die Offenheit

Die Achtung vor den Menschen, die immer wieder herauszuhören ist, wenn sie über ihre Eltern redet beispielsweise oder Stefan Raab, lässt sie ihr jeweiliges Gegenüber spüren. Dadurch, und durch ihre Freundlichkeit und Offenheit, verdient Stefanie Heinzmann sich selbst Respekt. Wenn sie auf die Bühne tritt, ohne großes Drumherum, hat die Sängerin zwei Dinge dabei, ihre Stimme und ihre Persönlichkeit. Mehr braucht sie nicht, weil sie von beidem reichlich hat.

Bild wir geladen... Die Liebe

Die Schweizerin liebt ihr Land und will nicht mal den Urlaub in der Ferne verbringen. Eine einsame Hütte in den Bergen reicht. Auf die Deutschland-Tournee freut sie sich dennoch. „Es ist eine Riesenchance“, schwärmt die Funk-/Soul- und Popsängerin. An den Deutschen mag sie die Offenheit- bei der Arbeit im Studio beispielsweise. „Das war nicht gut, das machen wir noch mal, sagt der Deutsche deutlich“, plaudert sie aus der Erfahrung.

Stefanie Heinzmann kommt gut zurecht mit dieser Freimütigkeit und verabscheut Unehrlichkeit. So macht sie auch Musik und Job: Gerade. Ursprünglich. Soul, Funk und das liebenswürdige Mädchen am Mikrofon reichen, um die Halle zu beben.

Jo.

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Foto: LF

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