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Warum ist das so?
Bild wird geladen... Manuela Haag alias Umo wurde am 9. April 1981 in St. Pölten (Österreich) geboren. Sie ist gelernte Einzelhandelskauffrau und absolvierte 2006 die Berufsreifeprüfung Deutsch mit positivem Abschluss.

Ende 2006 erschien das "Das Buch für alle Fälle", Ende 2007 kam ihr zweites Buch "Und der Himmel wird allmählich wieder blau" heraus, im Jahr 2009 dann "Komm, wir malen ein neues Bild". Grund genug, endlich mal nachzufragen:

Interview mit Manuela Haag

JJ: Seit wann schreibst du?

Manuela Haag: Seit dem ich die Buchstaben kenne. Ich habe sehr früh damit angefangen, Gedanken auf Papier zu bringen, zu beobachten, um daraus Geschichten zu verfassen.
Dabei denke ich zurück an damals, als ich im Volksschulalter wie vernarrt nach alten Heften suchte, um dort noch Geschichten reinzuschreiben. Der Lehrer musste mir sie stets verbessern, mit meiner Aufforderung, jeder Autor braucht einen Lektor und ich möchte mal Autorin werden. Mit Lächeln hat er es immer getan, was mich damals sehr freute.

JJ: Was bedeutet Schreiben für dich?

Manuela Haag: Für mich persönlich ist es Reflektion. Selbst wenn ich Geschichten schreibe, die ich von anderen kenne, versuche ich mich stets darin hineinzufühlen, als hätte ich sie selbst erlebt. Vielleicht ist es auch eine Art Neugier, gewisse Erlebnisse mitzufühlen. Sie sind oft nicht weit her von anderen Erlebnissen und können sich sehr oft decken.

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JJ: Was liest du gerne?

Manuela Haag: Das ist schwer zu sagen, was ich gerne lese. Es kommt auf meine Stimmung darauf an. Möchte ich etwas "leichteres" lesen, dann Gedichte, Kurzgeschichten, bin ich gerade auf der Welle Romane, lese ich diese, ... es gibt wirklich verschiedene Bereiche.

JJ: Wie findest du Schillers Balladen?

Manuela Haag: Ha! Spontan fällt mir jetzt die Ballade Sehnsucht von ihm ein. Dieses Werk berührt mich besonders zur Zeit! Ich finde, er ist eine sehr große Persönlichkeit gewesen, seine Balladen zählen ja auch immerhin zu den beliebtesten und er war ja schließlich mit Goethe befreundet (puh, das Gedicht Parabase von Goethe ... mein Lieblingswerk!)
Also kurzum: Schiller ist klasse!

JJ: Wie kommst du auf Ideen für deine Bücher?
Manuela Haag: Durch Beobachtungen, Reflektionen und immense Fragen "Warum ist das so?"

JJ: Bekommst du Rückmeldungen, wie gehst du damit um?

Manuela Haag: Ja, jeder bekommt Rückmeldungen, wenn er etwas veröffentlicht. Sei es anfänglich vom engsten Bekannten-, Freundeskreis oder später auch von Menschen, die man nicht kennt.
Manche Kritiken überraschen mich. Ich versuchte mal herauszufinden, welche meiner Geschichten am besten ankommen. Ich kam auf kein richtiges Resultat, denn gefiel dem einen jene Geschichte, gibt es wiederum andere, die damit nichts anzufangen haben.
Konstruktive Kritiken sind für mich okay, man wird niemals perfekt sein. Destruktive Kritiken, die verletzend sind - Gott sei dank hatte ich noch nicht so viele davon - fielen mir anfänglich etwas schwer. Da war ich froh, dass einfach immer wieder Menschen hinter mir standen, die mir zusprachen. Mit der Zeit lernt man, diese nicht mehr so arg an sich heranzulassen.
Die positiven Rückmeldungen - da brauchen wir nicht darüber reden - selbstverständlich freue ich mich darüber!

JJ: Brauchst du beim Schreiben selbst absolute Ruhe?

Manuela Haag: Ja, die brauche ich. Ich muss mich auf die Geschichte einlassen.

JJ: Schreibst du ein Buch am Stück, musst du dich zu Disziplin zwingen?

Manuela Haag: Am Stück kann ich es nicht schreiben. Es gibt dann wieder ein paar Schreibpausen sozusagen. Sie dauern großteils nicht lange.

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JJ: Fließen manchmal die Seiten nur so aus dir raus und manchmal musst du um jedes Wort kämpfen?

Manuela Haag: Ja, das ist abhängig von der Stimmung, in der man ist. Also genau wie deine Frage schon aussagt, fließen die Seiten manchmal aus mir heraus und manchmal kämpfe ich um jedes Wort. Wenn ich aber um jedes Wort kämpfe, dann gehe ich gerne spazieren, setze mich auf meinen Lieblingsplatz und wenn ich abends zurückkomme versuche ich es erneut.

JJ: Willst du etwas aussagen mit deinen Texten oder schreibst du eher aus dir heraus?

Manuela Haag: Mit meinen Texten möchte ich aussagen, dass Probleme einfach da sind. Es gibt viele Ratgeber, die ich gut finde, weil sie auch führen und motivieren. Doch manchmal wird ein Problem nicht aufgearbeitet sondern einfach unter den Teppich gekehrt. Mit den Geschichten/Texten/Gedichten freut es mich, wenn Ähnlichkeiten mit der Welt des Lesers auftauchen, wenn er merkt, ja, genau, so ist es und wenn er am Schluss erkennt, egal wie schwierig es ist, dass es eben wieder eine Lösung gibt.
In meinem dritten Buch "Komm, wir malen ein neues Bild" mache ich mir Gedanken über Beziehungen. Nicht nur partnerschaftliche Beziehungen, sondern auch die Beziehung zu sich selbst und auf das Umfeld. Natürlich habe ich meine Gedanken in Geschichten oder Gedichten verpackt.

JJ: Vielen Dank, Manuela.

Weitere Informationen:http://www.einfach-lesen.com

Fotos: M.H.

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