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Für die Einen gut, für die Anderen eine harte Nuss
Bild wird geladen... Der Nachwuchs der Eisbären Bremerhaven hat nicht irgendeine Saison gespielt. Schon jetzt, egal was in den zwei oder drei Play off Matches gegen Paderborn passiert, kann die Bilanz sich sehen lassen. In der Division Nordost belegten die Jungs von Coach Hamed Attarbashi einen souveränen zweiten Platz (hinter ALBA Berlin), gewannen elf und verloren nur drei Mal.

In die Play offs

In den Play off Spielen gegen Phönix Hagen fackelten die kleinen Eisbären nicht lange, siegten zuhause ebenso klar wie auswärts. Der in den beiden Partien herausragend spielende Anthony Canty war bis dahin schon mit 308 Punkten der Topscorer der gesamten Liga. Ebenfalls weit mit vorne dabei in der Statistik sind Sadam Eco (220) und Bill Borekambi (273), der in den ersten Apriltagen die U18 Nationalmannschaft Deutschlands beim Albert Schweitzer Turnier erheblich verstärkte.

Den eigenen Cheerleadern fällt es leicht, die Attarbashi-Jungs zu charakterisieren: „Ein gutes Team, dem man den Spass am Basketball ansieht!“ Für die gegnerischen Mannschaften indes erweisen sie sich meist als harte Nuss. An Spielern wie Ceyhan Pfeil beispielsweise ist kaum ein Vorbeikommen möglich. Die Qualitäten von Anthony Canthy wissen mittlerweile selbst Coachs wie Dennis Flowers von den BTB Royals Oldenburg zu schätzen („Er verliert den Ball im Vorwärtsgang nie!“). Sadam Eco oder Bill Borekambi sind mit ihrer körperlichen Stärke und Sprungkraft unterm Korb kaum zu halten.

Bild wird geladen...In den Hühnerhaufen

Das jedoch macht eine Mannschaft noch lange nicht aus. „Die Spieler von der Bank sind sehr wichtig, da sie den ersten Fünf wichtige Pausen geben, aber gleichzeitig neue Energie ins Spiel bringen und mit ihren eigenen Stärken dem Team helfen“, stellt Nick Tienarend klar -und bewies seine Aussage oft genug selbst.Beispielweise beim erwähnten Heimspiel gegen Hagen stieß er als Eingewechselter so überraschend in die gegnerische Abwehr wie der Fuchs in den Hühnerhaufen. Der 16jährige Schüler kam durch seinen Opa zum Basketball, durch Mannschaftskollegen Dávid Salamon von Hannover nach Bremerhaven und mag Deron Williams, den Point Guard der Utah Jazz, der mit der US-Auswahl Olympiasieger wurde. Um lobende Worte zu finden, muss Nick allerdings so weit nicht schauen. „Hamed ist einer der besten Trainer, die ich kenne. Er hilft allen, sich schnell zu verbessern“, freut er sich über seinen Coach. „Bill ist aufgrund seiner Athletik und Schnelligkeit nur sehr schwer zu verteidigen. Ceyhan ist sehr gut in der Defence und ein exzellenter Werfer. Wenn er heiß läuft, trifft er alles. Sadam ist ein sehr energiereicher und körperlich starker Spieler, der der Mannschaft sehr hilft, da er gut und viel punktet und die Mannschaft mit sich reißt. Tony ist ein sehr guter Point Guard und dieses Jahr der wichtigste Spieler unseres Teams“, fasst er die Stärken einiger Mitspieler zusammen.

Bild wird geladen...In die Bundesliga

Einer der Gelobten, Ceyhan Pfeil, hat das klare Ziel vor Augen: „Ich möchte beruflich mein Geld mit Basketball verdienen.“ Angefangen mit dem Sport, den er als „schnell und spannend“ einschätzt, hat er auf einem Freizeitplatz in Hessen. Den Umzug nach Bremerhaven nennt der 19jährige „eine gute Entscheidung“. An seinem Team mag er, dass „die Chemie stimmt“. Nach eigene Fehler versuche er im Spiel „schnell abzuschalten“, im Training jedoch „daran zu arbeiten“. Ceyhan sieht seine Mitstreiter ähnlich wie Nick, an dem er schätzt, dass er „seine Mitspieler gut einsetzt“. Am Coach hebt er außer den guten sportlichen Qualitäten die Emotionalität heraus.

Den 18jährigen Small Forward Sadam Eco fasziniert am Basketball „die spektakuläre Spielweise und die Spannung. Man kann ganz hoch führen, aber nach kurzer Zeit kann es wieder ganz eng werden“. Sein Nachwuchsteam sieht er als „sehr athletische, schnelle, ehrgeizige Gewinnermannschaft“ und außerdem „cool, lustig und lässig“. Sadam nimmt „gerne den Dreier“, aber „wenn die Gelegenheit da ist, dunke ich lieber als alles andere“, fügt er hinzu. Als er einen Kurzeinsatz bei den Erstligaeisbären bekam, erzielte er seine zwei Bundesligapunkte jedoch aus der Halbdistanz. „So soll es weiter gehen“, blickt der Gymnasiast in die Zukunft, „mein Ziel ist es, in einigen Jahren fester Bestandteil eines Teams der Basketball Bundesliga zu sein“.

Zurück auf den Boden

Auf gutem Weg sind die Jungs von Coach Attarbashi, immer vorausgesetzt, sie ziehen das durch, was Sadam „ich versuche mich zu verbessern und Fehler gut zu machen“ nennt, oder Ceyhan „im Training arbeite ich an meinen Fehlern“. Dazu gehören außer Talent, Fleiß und Konzentration vor allem auch ein bisschen Bescheidenheit und Bodenhaftung. Bleibt zu hoffen, dass dazu die jungen Eisbären nach ihren Luftsprüngen immer wieder unten ankommen.

Jörg Joachim unter Mithilfe von Ceyhan, Nick und Sadam

Das gesamte Team:

Coachs: Hamed Attarbashi, Nedim Hizliates

Spieler: Bill Borekambi, Adrian Breitlauch, Dominik Breitschuh, Anthony Canty, Sadam Eco, Till Groß, Jonas Hitz, Dominique Johnson, Kevin Okoth, Ceyhan Pfeil, Maurice Pluskota, Dávid Salamon, Pascal Schimanski, Nick Tienarend

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Fotos: JJ

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