| Ein toller Haufen |
|---|
„Du triffst ja doch nicht!“, rief Chiara, und die anderen Mädels vom Junior Danceteam der Eisbären Bremerhaven mit ihr. Die Freiwurfschützen vom Nachwuchsteam der Gäste aus Hagen schienen davon nichts mitzubekommen, konzentrierten sich, zielten … und trafen doch nicht. So geschehen beim Aufeinandertreffen der NBBL-Teams in der ersten Play-off Runde. Die Gastgeber von der Küste gewannen souverän.
Melina Vielleicht nutzte dabei ein wenig, dass ihnen die elf bis 16jährigen Tänzerinnen auch mit „Defence, Defence!“ Rufen auf die Sprünge halfen. Unter anderem Melina. „Wenn die Jungs gewinnen, gehe ich mit einem Lächeln nach Hause“, erzählt die 13jährige und lächelt sehr oft. Vor fünf Jahren suchte sie im Internet nach einer neuen Möglichkeit, in der Seestadt Tanzsport zu betreiben, erfuhr vom Casting für das PeeWee Team und ging hin. „Ich war total aufgeregt“, gesteht sie, „habe mich gefragt, ob ich das alles schaffe und dann sehr gefreut, als mein Name vorgelesen wurde.“ Nach Musik bewegt hat sie schon immer gerne. „In jeder Situation“, erinnert sich die Schülerin schmunzelnd, „meine Mutter war manchmal genervt, wenn ich beim Einkauf mit dem Wagen getanzt habe.“ Kein Wunder, dass Melina vielleicht mal Ernährungs- und Sporttherapeutin werden möchte. „Auf jeden Fall etwas mit Sport“, ist sie sicher. Am liebsten geht sie ihrem Hobby mit anderen Mädchen zusammen nach. Mittlerweile im Junior Danceteam. Alex
Alex ist mit ihren elf Jahren eine von den Kleinen in dieser Truppe. Sie ist seit einem Jahr dabei, war davor genauso lange bei den PeeWees (Eisbärchen). Sie folgte dem Beispiel der Schwester, bestand das Casting trotz Nervosität und erwies sich als großes Talent. Die zweimal Training pro Woche reichen lange nicht, ihren Bewegungsdrang auszufüllen. Alex trifft sich zusätzlich mit dem einen oder anderen Mädchen aus dem Team, um Tanzschritte zu trainieren und „Spass“ zu haben. Dieses Wort nutzt sie oft. Die Schülerin schaut - nach an sie gerichteten Fragen - aus ihren fröhlich forschenden Augen, überlegt eine Weile, und liefert nach einigen Sekunden trocken messerscharfe Antworten. „Das wäre mir zu gefährlich!“, kontert sie beispielsweise den Hinweis, dass in manchen Cheerleadergruppen sogenannte Pyramiden gebaut werden. Auch über einen eventuellen Berufswunsch sinnt Alex eine Weile nach, weiß dann jedoch genau, dass es „mit Bewegung“ zu tun haben muss. Dhana
Auf eine Frage indes antwortet sie ohne zu überlegen und ihr Blick wird sehr lebendig dabei. „Dhana ist eine perfekte Trainerin! Sie ist mir sehr ans Herz gewachsen und einfach die Beste“, sprudelt es aus ihr heraus. Melina sieht das nicht anders. „Ich mag Dhana“, ergänzt sie, „und bewundere, wie sie ist. Auch wie sie es mit der Schule hinbekommt. Sie ist total lieb, manchmal streng. Dann frage ich mich, was ich jetzt machen soll. Dhana ist ein Vorbild; Training mit einer anderen Trainerin kann ich mir nicht vorstellen.“ Alex sitzt daneben und nickt. Die Gelobte selbst gibt die Komplimente gerne zurück und freut sich über die Sensibilität der jungen Damen und deren Fähigkeit, offen und ehrlich miteinander umzugehen. „Wenn ich wirklich mal einen schlechten Tag habe, sage ich das den Mädchen und sie reagieren entsprechend, sind leiser, disziplinierter.“ Meist aber geht es turbulent und sehr anspruchsvoll zu in den Übungsstunden. Neben dem Einstudieren von Tänzen stehen Krafttraining, Dehnung, Beweglichkeit, aber auch Jogging auf dem Plan.
Toller Haufen Alex und Melina scheint das alles nicht zu stören. Eher im Gegenteil. Sie lieben den Sport. „Hier und da sporne ich die Mädchen an, zu kämpfen. Wenn sie gepuscht werden, gehen sie ans Äußerste“, berichtet Dhana von der einen Seite des Teamlebens. Der anderen Seite misst sie jedoch die gleiche Wichtigkeit bei: „Die Juniors sind ein toller Haufen, anfangs musste ich die Großen und Kleinen zusammenbringen, mittlerweile sind alle gut befreundet, treffen sich privat, helfen sich.“ Wenn beispielsweise Alex einen Schritt nicht kann, ist es egal, ob sie zu Melina oder einer anderen der erfahrenen Tänzerinnen geht. „Alle helfen gerne“, freut sie sich. Überhaupt scheint es kein Problem mit Kritik zu geben. Wenn sie korrigiert werden, sei das „kein Problem“, es helfe ihnen weiter, zeigen sich beide erstaunlich reif. Kleine Höhepunkte des Lebens der Gruppe sind Momente, die mit Tanz, Bewegung oder Musik eher wenig zu tun haben. Wenn Danceteam-Mitglied Karo vor die Truppe tritt und ihre Geschichten erzählt, bekommen die Pausen eine ganz spezielle, einzigartige Bedeutung. Im Gegensatz zu manchen Freiwurfschützen von Gästeteams trifft sie immer – auf die Aufmerksamkeit ihrer Freundinnen. Jörg Joachim nach einem sehr angenehmen Gespräch mit Alex, Melina und Dhana Weitere Informationen: http://eisbaeren-danceteam.de/nachwuchs/juniors/ |
| Fotos:http://eisbaeren-danceteam.de/nachwuchs/juniors/ und JJ. |
| zurück |
|---|
| Impressum |