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Maja Prinzessin von Hohenzollern ist TV-Moderatorin, Autorin und Designerin von Kindermöbeln. Sie unterstützt seit Jahren weltweit hilfsbedürftige Kinder. Für ihr internationales Wirken wurde sie unter anderem mit dem höchsten Orden Russlands geehrt. Zudem engagiert die Prinzessin sich sehr für den Tierschutz. In Spanien erlebte sie kürzlich folgendes:



„Ich war komplett schockiert“

Sonntag, 25.04.10,  gegen  21 Uhr, ging ich zu einem verwahrlosten Pferd in einer Urbanisation bei Malaga , um das ich mich kümmere, um es zu füttern und zu putzen.

Wenige Meter entfernt von dem Pferd, steht, direkt  an der Straße Coin-Mijas, die Müllstation der Urbanisation. Während ich mich um das Pferd kümmerte, hörte ich plötzlich merkwürdige Wimmerlaute  in der Nähe, die aus Richtung der Mülltonnen kamen. Sofort rannte ich hin und es war mir sofort klar, was ich dort finden würde. Dennoch war ich komplett schockiert als ich sah, woher diese Wimmerlaute kamen.

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Neben den Mülltonnen lag zwischen Schutt und Pflanzenabfällen ein schwarzer Plastikmüllbeutel. Sofort riss ich  ihn auf und konnte nicht fassen, was ich dort sah: In dem Müllsack befand sich ein Kartoffelnetz, in dem lauter kleine Welpen fest zu eine Bündel zusammengeschnürt waren.  Auf den ersten Blick konnte man gar nicht sehen, wie viele es  waren. Sofort riss ich das Kartoffelnetz auf und sah, dass es neun Welpen waren, fünf davon waren bereits jämmerlich erstickt und vier lebten noch. Sie schrieen herzzerreißend. Ich raste in Rekordzeit nach Hause und dort sah ich dann bei Licht, dass diese Welpen gerade erst vor wenigen Stunden geboren wurden. Sie waren noch ganz nass vom Fruchtwasser, ihre Mama hatte sie noch einmal trocken lecken dürfen.. Da die vier Überlebenden stark unterkühlt und nass waren, trocknete ich sie schnell, legte sie mit Wärmflasche in ein Körbchen und stellte die Heizung  daneben. Schnell bereitete ich Fläschchen, um die laut und eindringlich schreienden  hungrigen  Babys irgendwie zu beruhigen und satt zu bekommen.

Schließlich schliefen sie völlig erschöpft und eng aneinander gekuschelt ein. Traurig ging ich zu ihren toten Geschwister Welpen, alle schwarz, die es nicht mehr geschafft hatten und die bei 26 C Außentemperatur in dem Müllsack grauenvoll erstickt sind. Diese kleinen, zarten Wesen  hätten cirka 15 schöne Jahre vor sich gehabt, wenn nicht so ein sadistisches, brutales Schwein, diese unschuldigen Babys ermordet hätte.

Fünffacher Baby-Mord und vierfach versuchter Mord! Noch ist nicht klar, ob es mir gelingt, diese Winzlinge per Handaufzucht durchzubringen. Ich werde niemals verstehen, warum ein Mensch so grausam und sadistisch handeln kann, einfach einer liebenden Hundemama die Welpen wegzunehmen und sie wie ein Stück Dreck in den Müll zu schmeißen.

Auch dieser Vorfall macht deutlich, wie viel Aufklärungsarbeit noch vor uns liegt,  und wie sehr an dem Bild von Tieren hier in Spanien gearbeitet werden muss. Härte Strafen und die juristische Anerkennung von Tieren als „Lebewesen“ und nicht als „Sache“, wären hier dringend notwendig. Genauso wie Kastrationsaktionen und Kindergartenprogramme. Vom Tier-Mord zum Menschen-Mord ist es nur ein kleiner Schritt und deshalb muss dieses Verbrechen genauso hart bestraft werden.

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Wenn es nach mir ginge, bekäme der Täter 30 Jahre Knast. Ansonsten kann ich nur sagen: Der liebe Gott sieht alles! Und ich wünsche ihm die Hölle. Die vier Welpen sind zwei Jungs und zwei Mädchen, ich kämpfe um ihr Leben, dass so traurig - ohne Mami - begann. Nachts drei Mal aufstehen und Fläschchen geben inklusive. Ihre fünf ermordeten Geschwister werde ich in meinem Garten beerdigen, dabei an ihre ebenfalls sehr traurige Mama denken und für ihre kleinen Seelen einen buddhistischen Glücksballon steigen lassen. So wie für die vielen, vielen anderen auch schon.

„So lange der Mensch denkt, dass das Tier nicht fühlt, muss das Tier fühlen, dass der Mensch nicht denkt.“

Maja von Hohenzollern

P.S. Sonntags immer den Müll checken, denn Montags kommt die Müllabfuhr. Schon vor zwei Wochen habe ich an gleicher Stelle sonntags eine ausgesetzte Französische Bulldogge gefunden.

Foto: Prinzessin Maja von Hohenzollern

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