| 2000 Hunde gesund gepflegt |
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Wie der Hündin, die ich kennen lernen durfte, ging und geht es wohl vielen Artgenossen im sonnigen Süden. Sie fristen ein tristes Dasein auf der Gasse, müssen schauen, wie sie zu Futter und Wasser kommen, wie sie überleben, ohne tierärztliche oder sonst irgendeine Zuwendung. Manche der haarigen Freunde auf vier Pfoten haben Glück und geraten an Menschen wie beispielsweise Veronika Meyer-Zietz oder Catalina Pont.
Bei Veronika fragte Burgsee-Kurier Redakteur Jörg Joachim nach, um zu erfahren, wie es Hunden auf der Insel geht, auf der viele Deutsche Erholung finden: JJ: Veronika, Sie sind 1.Vorsitzende der Stiftung Eurodog. Erzählen Sie uns bitte über das Ziel Ihrer Stiftung und sein wann und wo diese tätig ist. Veronika Meyer-Zietz: Seit zehn Jahren - ich habe die Stiftung für und mit Catalina Pont gegründet - eine mallorcinische Frau, die damals in einer Ruine auf Mallorca unter primitivsten Umständen – ohne Strom, ohne Wasser, ohne Geld- verstoßene Hunde aufnahm. Unser Asyl ist inzwischen saniert und wir haben in der Zeit nahezu 2000 Hunde gesundgepflegt und an kontrollierte Endplätze vermittelt. JJ: Sind Sie mit Hunden aufgewachsen? Veronika Meyer-Zietz: Ja, als Kind hatte ich Angst vor Hunden. Darum wurde ein Dackel angeschafft als ich fünf Jahre alt war. Den hatte ich dann 16 Jahre lang und danach andere Hunde. JJ: Warum engagieren Sie sich für Hunde, warum ist Ihre Arbeit nötig? Veronika Meyer-Zietz: Es werden zu viele Hunde gezüchtet und verkauft aus Profitgier. Aus Laune werden sie oft gedankenlos gekauft. Nach kurzer Zeit werden sie dann weggeworfen wie Müll, aus dem fahrenden Auto geworfen, totgeschlagen oder sonst wie gewissenlos entsorgt als wären es keine lebendigen Wesen. JJ: Was konkret unternimmt Eurodogs, um Hunde in bessere Lebenssituationen zu bringen? Veronika Meyer-Zietz: Oft werden uns Welpen über den drei Meter hohen Zaus ins Asyl geworfen oder vor den Eingang gesetzt. Die örtlichen Auffangkäfige und Tötungsstationen sind voll mit lieben und schönen Hunden. Wir retten davon so viele wie uns möglich ist. Viele sind derart misshandelt und krank, dass sie zunächst tierärztlich behandelt werden. Wenn sie dann gesund und aufgepäppelt sind, blühen sie auf, sind sehr dankbar und machen viel Freude. JJ: Berichten Sie uns bitte über Ihre Erfolge, Veronika - und wo klemmt es vielleicht? Veronika Meyer-Zietz: Viele Tierfreunde, die von uns Hunde haben, berichten immer wieder, wie glücklich sie mit ihnen sind, senden Fotos und sind stolz, wie prächtig die Tiere geworden sind. Wir würden uns in Deutschland mehr Pflegestellen wünschen, wo die Hunde bis zur endgültigen Vermittlung gehalten werden könnten, damit in unserem Asyl mehr Hunde in Not Zuflucht finden könnten. JJ: Haben Sie fleißige Mitstreiter? Veronika Meyer-Zietz: Frau Pont betreut unser Asyl mit 74 Hunden alleine. Eine Mithelferin kommt einige Stunden, macht auch Fotos für unsere Homepage. Unsere Mithelfer machen alles in ihrer Freizeit. Die Vermittlungsarbeit hält uns nahezu Tag und Nacht beschäftigt, da wir uns für jeden Hund verantwortlich fühlen. Es ist ja sein einziges kleines Leben und bedeutet alles für dieses Tier. JJ: Was können unsere tierlieben Leserinnen und Leser tun, um Sie zu unterstützen? Veronika Meyer-Zietz: Wir können nie genug Hilfen haben. Beispielsweise unsere Hunde in noch mehr Foren vorstellen und andere PC-Arbeit. Spenden sammeln wäre auch eine große Hilfe - zudem Sachspenden wie warme Decken, Bettchen für die Transportkäfige, Leinen und Halsbänder usw. JJ: Vielen Dank, Veronika, und weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Tätigkeit. Weitere Informationen: http://www.mallorcahunde.info/ |
| Fotos: http://www.mallorcahunde.info/ |
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