Wissen die, was sie reden?
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Wenn im Oktober zu den Feierlichkeiten der deutschen Einheit der Präsident des Deutschen Bundestages, der dann eventuell auch eine Präsidentin sein kann, ans Rednerpult treten wird, erzählt er vermutlich von einer Erfolgsgeschichte. So wie es der aktuelle offiziell zweite Mann im Staat, Norbert Lammert von der CDU munter und unverzagt auch getan hat. Von Freiheit wird die Rede sein, das Wort Wohlstand wird fallen, sicher auch die Begriffe Demokratie und Rechtsstaat.

Herren in Anzügen und mit Krawatten werden ebenso applaudierend nicken wie Damen in schicken Kostümen. Draußen vor den Fernsehapparaten indes, wenn sie sich nicht vorbeugend schon an die Bratwurstroste verkrümelt haben, werden Menschen sitzen, erstaunt zurückweichen, erst mal schauen, ob sie im falschen Film sind, und sich dann fragen: Was redet der da?

Will er geschätzten zweieinhalb Millionen in Armut lebenden Kindern und deren Eltern erzählen, das sei Wohlstand? Will er den vielen Wählern, die 2005 SPD oder CDU und CSU angekreuzt haben, die 0% beziehungsweise 2% Mehrwertsteuererhöhung versprachen und 3% realisierten, weismachen, das sei Demokratie? Will er vergewaltigten Frauen und Kindern, deren Peiniger nicht selten mit Bewährungsstrafen davon kommen, berichten, Rechtstaat hätte etwas mit Gerechtigkeit zu tun?

Der Mann, der 30 Jahre hart gearbeitet und dabei Rücken und Knie kaputt geschunden hat, dann zwangsläufig und gesetzlich begleitet peu á peu in Hartz IV abglitt und nun Mitte des Monats, weil PKW-Steuer und GEZ-Gebühren abgebucht wurden, 26 Cent Minus auf dem Konto hat und nicht weiß, wie weiter bis zum Dreißigsten, wird sich bedanken für die zynisch anmutende Rede. Immerhin konnte ihm das in dem undemokratischen, menschenunwürdigen Unrechtsstaat DDR nie und nimmer passieren. Genauso wenig wie es da hungernde Kinder gab.

Auch die junge (unter 25jährige) Frau, die eigens um einen Ausbildungsplatz zu suchen und finden, in ein fremdes Bundesland zog, nach erfolgreichem Abschluss keinen Job fand und nun nicht mal die Almosen Hartz IV bekommt, weil ihr diese nur da zustehen, wo Vater oder Mutter wohnen, wird die Lobhudelei auf 20 Jahre Erfolgsgeschichte und Freiheit nicht nachvollziehen können.

Die Liste derer, die sich veralbert vorkommen, wenn gewisse Politiker oder auch bestimmte Firmenbosse den Mund auf machen, ließe sich sehr, sehr lange fort setzen. Viele, sehr viele Menschen hören deshalb gar nicht mehr zu, schauen im Fernsehen lieber Spannersendungen oder bleiben der Wahl fern, wählen Protestparteien und machen es damit oft eher schlimmer. Andere wünschen sich die sichere, geborgene, soziale DDR-Zeit zurück, haben dabei vielleicht vergessen oder verdrängt, was für ein Kindergarten, was für eine Luftblase dieses sich Sozialismus nennende, aber eher Königreich darstellende Gebilde doch war.

Das ab Oktober irgendwas anders wird, wenn sich das Superwahljahr 2009 langsam aber sicher dem Ende neigt, wenn mit Weihnachten vor der Nase wieder Friede, Freude, Eierkuchen einkehren und die neu gewählten kommunalen, regionalen, Landes,- Bundes- oder Europaregierungen die Versprechen aus der ersten Jahreshälfte relativiert haben werden, kann schon sein. Aber ob anders gut oder anders schlecht, ist die andere, die entscheidendere Frage.

Jo.

Foto : Dieter Schütz pixelio

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Die Ausländer vom Dienst „Einfach, zweifach ist ein Liebeslied“ Aufwachen und gesund essen
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Gosia Konieczna stammt aus Polen. Dort studierte sie Schauspiel und arbeitete an renommierten Häusern. Mittlerweile ist sie in Köln zuhause, spielt nicht nur selbst die Ausländerin vom Dienst, sondern vermittelt auch Kolleginnen und Kollegen aus Richtung Ost. Klischee-Rollen stören sie nicht sonderlich. „Auch die müssen überzeugend dargestellt werden“, gibt sie zu bedenken. weiter
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Der Musiker peter maria schreibt seinen Namen gerne klein. Eine seiner Leidenschaften aber, die Musik, schreibt er schon von Kindheit an sehr groß. Seit einigen Wochen tut er das „Einfach, zweifach“. So zumindest heißt das Album. Seine Sicht aufs Leben beschreibt er so: Liebe, Freude, Freundschaft, Musik. weiter
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Wer das Buch „Skinny Bitch“ liest, kann und soll aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden. Geschrieben von Rory Freedman, frühere Agentin einer großen amerikanischen Modelagentur und Kim Barnouin, ehemaliges Model und diplomierte Ernährungswissenschaftlerin, gibt es deutlich mehr als nur Abnehmtipps. Eine Rezension von Melanie Schwarz, Bachelor (B.A.) in Germanistik und Anglistik.
Foto: © Marek Burdynowski Foto: Robert Winter Foto: Mosaik bei Goldmann

Die doppelte Anmie  Bitte verlass mich nicht, P!nk Für eine bessere Familienpolitik
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Die einen mögen sie, die anderen verstehen sie einfach nicht – Personen, die polarisieren. Annemarie Eilfeld, durch „Deutschland sucht den Superstar“ bekannt geworden, ist so ein Vertreter. Boulevardmedien suggerieren ein völlig anders Bild als Menschen im realen, persönlichen Leben dann tatsächlich wiederfinden. weiter
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Kennen Sie das, wenn eine Melodie oder eine Textzeile Sie nicht los lässt? Wenn Sie in der Badewanne anfangen zu trällern, unterwegs vor sich hin pfeifen? Wenn die Laune eigentlich mies ist, aus dem Lautsprecher Gitarren, Schlagzeug, eine Stimme dröhnen und auf einmal alles wieder in Ihnen lacht? Genau. Das ist P!nk
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Die Kinder sind unsere Zukunft, die Kinder sind das wichtigste. Jeder Erwachsene sagt das, jede Zeitung schreibt das, jede Partei verspricht das. Theoretisch. Praktisch sehen sich jedoch Elterninitiativen genötigt, der jeweiligen Landesregierung Beine zu machen. In Thüringen beispielsweise trafen aktive Mütter und Väter wie Peter Häusler mit Ihren Sorgen bei den Verantwortlichen auf Sturheit statt Offenheit. weiter
Foto: privat Foto: Andrew Macpherson Foto: privat

Der Salzwasserfluss Ein himmelblauer Trabant … Meister der Herzen gesucht
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Es sind nicht gerade die Welt bewegende Mythen, die sich um den Fluss Werra ranken, aber mit einigen Fragezeichen und interessanten Randbemerkungen schlängelt er sich schon dahin, entspringt zwei Quellen, führt streckenweise Salzwasser, fließt mit der Fulda zusammen, nennt sich dann Weser und ist eigentlich doch weiterhin die Werra.
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Genaugenommen waren es viele blaue, weiße, rote und gelbe Trabis, die zu DDR-Zeiten das Straßenbild prägten. Mit ihnen knatterten die Wartburg, Skoda, Lada oder Dacia durchs Land, begegneten Schwalben, AWO’s, MZ’s oder Sperbern. Die Busse nannten sich meist Ikarus, flogen aber eher selten. Nach der Wende verschwanden die meisten von ihnen und tauchen heutzutage wieder bei Fantreffen auf. weiter
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Die Bundesligasaison ist zu Ende. Die Schlagzeilen werden nun von Wechselmeldungen- und Gerüchten bestimmt. Als Titelträger überraschten die Wölfe, der Herbstmeister tauchte ab, Bielefeld engagierte extra fürs letzte Spiel einen neuen Trainer fürs Tragen der roten Laterne. Wer aber räumte die Goldene Himbeere ab und wurde Meister der Herzen?
Foto: JJ Foto: JJ Foto: Kurt-Michel pixelio

Darsteller gesucht  Kinderseelen entlasten Max Mutzke rockte an der Grundschule in Hamm/Sieg
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Wenn für Fernsehsendungen oder Industriekunden Darsteller gesucht werden, findet sie der Auftraggeber oft in Castingagenturen. Andreas Donat und Giuseppe Gennaro bieten diesen Service an. Beispielsweise für das neue RTL-Projekt „Mission Hollywood“ mit Til Schweiger konnten Protagonisten vermittelt werden und die Castings für die neue ProSieben Show „Giulia in Love“ wurden gerade abgeschlossen. weiter
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Der BVL, Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V., und renommierte Wissenschaftler beziehen Stellung zur Frage, welchen Sinn medizinische Diagnosen zu Legasthenie und Dyskalkulie haben. weiter

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Die Schauspielerin Alissa Jung Alissa Jung und ihre Freundin, die Moderatorin Janin Reinhardt, möchten Schulen für Haiti bauen. Alissa war in dem Land, sah den Bildungsnotstand und musste handeln. Die beiden Frauen baten deutsche Schülerinnen und Schüler um Mithilfe, initiierten einen Wettbewerb. An der Siegerschule gab Max Mutzke zur Belohnung nun ein Konzert. weiter
Foto: Foto: Foto: Schulen für Haiti

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