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Eine Fee verzauberte das Vach-Werk
Bild wird geladen... Altes Gemäuer

Das Haus sieht aus wie ein nach der Wende stillgelegtes und seitdem verwahrlostes Fabrikgebäude. Ist es irgendwie auch. Zu DDR-Zeiten wurde dort durch den Volkseigenen Betrieb „Petkus“ landwirtschaftliches Gerät gefertigt. Seit 1995 haucht Konzertveranstalter Michael Glotzbach den Gemäuern, die sich jetzt „Vachwerk“ nennen, wieder Leben ein. Er holte internationale Größen wie „Slade“ und „The Sweet“ oder „Status Quo“, nationale Prominenz wie „City“, „Die Prinzen“, Klaus Lage oder Ingo Appelt ins Rhönstädtchen Vacha.

Volles Haus

2004 gastierte Nena in dem nicht mal 4000 Einwohner Ort an zwei aufeinanderfolgenden Tagen - und füllte das Vachwerk jeweils bis auf den letzten der 2000 Plätze mit Fans.

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Natürlich bleibt Michael Glotzbach auch den ganz jungen Musikfreunden aus der Region und darüber hinaus nicht ihre Idole schuldig. Im Jahr 2005 spielte Christina Stürmer groß auf und am 23. Mai nun LaFee.

Die 18jährige Stolbergerin (NRW) startet seit 2006 so richtig durch. Ihr Album „LaFee“ holte einmal Platin und dreimal Gold in Deutschland, kletterte in den Charts ganz nach oben. 2007 schob sie mit „Jetzt erst recht“ eine weitere Erfolgsscheibe nach, ließ 2008 „Shut up“ und nun 2009 „Ring frei“ folgen. Die Tour zu diesem, im Januar veröffentlichten Album, führte Christina Klein alias LaFee auch nach Vacha ins Vachwerk.

Junge Sprache

Nachdem ihre ersten Titel für sie geschrieben wurden, hat sie an der aktuellen Scheibe an sämtlichen Stücken selbst erheblichen Einfluss genommen, „sowohl bei Musik, als auch den Texten“ erzählt sie bei einem kurzen Stopp zwischen Ankunft und Soundcheck. Die deutschen Texte wie „Ring frei“ oder „Scheiß Liebe“, zu früheren Zeiten „Beweg deinen Arsch“, stoßen hier und da wegen ihrer deutlichen Sprache auf Kritik. „So und in der Realität noch viel derber redet nun mal die Jugend heute“, kontert Christina locker und fügt mit Selbstverständnis an: „Ich singe, wie das Leben ist.“

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Frischer Zauber

Einen anderen Beruf als den einer Musikerin kann sie sich nicht vorstellen. Auf die entsprechende Frage schüttelt sie entschlossen mit dem Kopf. „Ich habe schon als Kind viel gesungen und wollte nie etwas anderes machen“, denkt sie zurück und berichtet mit immer lebendiger werdenden Augen von den bewegensten Momenten ihrer Karriere: „Mein erster großer Auftritt war beim Dome. Wenn ich als ganz normale Schülerin in einen großen, vollen Saal komme und Tausende jubeln nur mir zu – das ist einfach überwältigend!“

Überhaupt sind dem hübschen Mädchen mit der starken Stimme ihre Fans mehr als wichtig. „Ich bin gerne für mein Publikum da, ohne Fans wäre ich nichts“, weiß Christina, verschwindet geschmeidig wie eine Fee in den von außen traurigen Mauern vom Vachwerk und schenkt damit dem alten Gebäude ihre ganze jugendliche Dynamik.

Jo.

Fotos: JJ, www.mg-concerts.de

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