| „Es ist ein Wahnsinn“ Interview mit Christina Stürmer |
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Und zu der Frage - wie die Titel zustande gekommen sind? Wir (ein paar Jungs aus meiner Band und ich) sind letztes Jahr im Sommer nach Hamburg geflogen und haben uns dort mit externen Songwritern getroffen. Mit denen haben wir in kleinen Gruppen an Songs gearbeitet und so ist der Großteil des Albums entstanden. JJ: Sie haben bereits mit 13 Jahren Saxophon in einer Jazzband gespielt, mögen Sie Jazz und was gefällt Ihnen speziell an dieser Musikrichtung? Christina Stürmer: Es war mit 13 Jahren einfach total schön, neben der Schule noch eine andere Aufgabe zu haben. Gleichzeitig neben Instrument lernen waren da natürlich auch meine ganzen Freunde ... man trifft sich - und macht zusammen Musik. Dass wir hauptsächlich Jazz gespielt haben, war eine schöne Erfahrung ... und - ja klar mag ich ab und zu Jazz ... aber eben nicht immer. JJ: Was lesen Sie gerne? Christina Stürmer: Am liebsten lese ich Bücher von John Irving ... zumindest im Moment ... aber das wechselt ja immer wieder. JJ: Sind Sie ein politischer Mensch, Christina, hoffen Sie beispielsweise mit vielen Millionen Menschen auf der Erde derzeit, dass der frische und freundliche Wind, den USA-Präsident Barack Obama wehen lässt, erstens anhält und zweitens Wirkung zeigt? ![]() Christina Stürmer: Natürlich hofft man das ... aber ganz ehrlich - ich möchte nicht mit Barack Obama tauschen ... alle Welt erwartet jetzt, dass ER alles und jeden rettet. Er kann ein gutes Vorbild sein - aber trotzdem dürfen wir uns jetzt nicht zurücklehnen und glauben - ER wird es schon richtet. Nein - wir müssen sehr wohl selber auch Hand anlegen. JJ: Sie engagieren sich gegen Armut, für ein Kinderhospiz oder für Umweltschutzaktionen. Gibt es nach ihren Eindrücken und Erfahrungen große Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich, was Armut oder Umweltschutz anbelangt? Christina Stürmer: Ehrlich gesagt wären mir noch keine Unterschiede zwischen Deutschland und Österreich aufgefallen. JJ: Gibt es den typischen Österreicher, wie würden Sie ihn skizzieren, Christina? Christina Stürmer: Nein - einen typischen Österreicher gibt es nicht! Auch wir hier in Österreich haben verschiedene Bundesländer :-) Und so wie ein Hamburger anders ist als ein Bayer ... so ist ein Tiroler anders als ein Vorarlberger oder ein Wiener ... JJ: Wenn ich „Mama Ana Ahabak“ höre, überkommen mich jedes Mal intensive Emotionen. Bekommen Sie oft solche Rückmeldungen, was denken oder fühlen Sie, wenn Sie spüren, dass Ihre Musik in die Herzen geht? Christina Stürmer: Es ist ein furchtbar schönes Gefühl. Egal ob "Mama Ana Ahabak" oder von unserem Album "Lebe Lauter" der Song "Seite 1" ... jedes Mal, wenn ich zum Beispiel von der Bühne aus sehe, wie viele Gefühle man bei Leuten hervorrufen kann ... ist es ein Wahnsinn. JJ: Was machen Sie in Ihrer Freizeit (Sport, Theater, Kino … )? Christina Stürmer: Am liebsten mache ich NICHTS ;-) ... im Garten herumsitzen, lesen ... manchmal Rad fahren oder Laufen ... JJ: Vielen Dank vom Team und den Leserinnen und Lesern von www.burgseekurier.de, Christina, und eine sonnige Zeit! Informationen von Universal-Music zum Album: Die Mischung aus Rock, Pop und diesmal sogar einigen elektronischen Soundelementen, komplettiert „In dieser Stadt“ zu einer kraftvollen, ehrlichen und ebenso smarten und gefühlvollen Platte mit starker Wirkung. Christina Stürmer erzählt Geschichten aus dem Leben, am Puls der Zeit und direkt aus dem Herzen. Und genau dorthin trifft ihre Musik auch im Jahr 2009. |
| Fotos: Ben Wolf |
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