| Die Politik ist am Zug Interview mit TierTV Moderator Lars Walden |
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JJ: Was mögen Sie an Tieren? Lars Walden: Ob Nutz- oder Haustiere – ich liebe Tiere. Sie geben mir Energie und Kraft und sind die treuesten Lebensbegleiter. Ich glaube, heute ist nichts mehr „unendlich" – Menschen lieben und trennen sich, Tiere bleiben für ewig treu! JJ: Denken Sie, dass Massentierhaltung nötig ist, um die Menschen bezahlbar mit Nahrungsmitteln zu versorgen? Wo ist die Alternative zur Massentierhaltung? Lars Walden: Der Bedarf an Bio-Lebensmitteln steigt kontinuierlich, bereits vor zwei Jahren konnte die Nachfrage alleine in Deutschland nicht gedeckt werden, dies ist heute immer noch so. Politik muss bessere Förderprogramme für Biobauern schaffen und nicht im Jahre 2009 noch die Intensivtierhaltung mit Subventionen unterstützen. Die Aussage hier würden Arbeitsplätze geschaffen ist schlicht falsch, die Zukunft liegt ganz klar im Biosektor, auch was den Abbau der Arbeitslosenzahlen angeht. JJ: Wen sehen Sie in der Verantwortung für die geschäftsmäßigen, industriellen Tierquälereien in Deutschland? Lars Walden: Meiner Meinung nach ist hier eindeutig die Politik im Zugzwang. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes sagt immer „Wachse oder weiche". Das Wort „Ethik" sollte im Deutschen Bundestag öfters auf der Tagesordnung stehen! Ich unterstütze da auch die Aussage von Renate Künast, der Fraktionsvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, sie fordert: „Klasse statt Masse". Früher oder später wird das auch die politisch Verantwortlichen zum Nachdenken bewegen, denn es ist nicht nur ethisch nicht in Ordnung Tiere auf Spaltenböden und ohne Tageslicht und Stroh zu halten, auch unser Klima geht von Jahr zu Jahr weiter „kaputt". JJ: Sie hatten beispielsweise mit Tina Kaiser schon eine prominente Tierschützerin zu Gast. Sie ernährt sich vegetarisch? Ist das auch Ihre persönliche oder gar die einzige Lösung? Lars Walden: Ich selbst bin kein Vegetarier, mein Einkaufsverhalten habe ich allerdings schon während meiner Berufsausbildung – als ich mein eigenes Geld verdient habe – extrem umgestellt. Ich kaufe überwiegend in Biomärkten ein, esse ein – zwei Mal die Woche Fleisch. JJ: Danke Lars und viel Erfolg bei Ihrer Arbeit. Lars Walden über die bisher größten Erfolge von TierTV: „Nach Ausstrahlung einer TIER.TV-Reportage über einen Hundequäler in Nordrhein- Westfalen haben mehrere Fernsehzuschauer vor Ort demonstriert. Das Thema kam dadurch auch auf die Tagesordnung der Lokalpolitiker. So konnten wir nach über 50 Jahren Tierquälerei durch die Ausstrahlung das erreichen, was das Veterinäramt nicht geschafft hat: Der Zwinger wurde dicht gemacht. Es gibt aber noch zahlreiche weitere Beispiele. Gerade was unsere Rubrik Zuschauerfall angeht, helfen wir unseren Zuschauern regelmäßig weiter, wenn es Ärger mit Tierquälern oder Behörden gibt. TIER.TV hilft!“ weitere Informationen: http://www.tier.tv/ |
| Foto: Tier TV |
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