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„Ich mag keine Typisierungen und Klischees“
Interview mit Model und Moderatorin Tina Kaiser
Bild wird geladen... JJ: Tina, bist du durch und durch Münchnerin?

Tina Kaiser: Ja, ich bin - wie man hier so schön sagt - ein typisches "Münchner Kindl". München ist meine absolute Lieblingsstadt, ich bin froh, dass ich hier arbeiten und leben darf.

Ich liebe Reisen, aber wenn ich dann mal ein paar Tage weg bin, freue ich mich jedes Mal wieder auf diese tolle Stadt...

JJ: Was ist für dich typisch Münchner und was typisch Bayer?

Tina Kaiser: Ich mag keine Typisierungen und Klischees. Man sagt dem Münchner ja oftmals nach, er wäre sehr introvertiert und die Münchner Schickeria wird ja auch oft kritisiert. Aber München bietet viel mehr ... man kann hier genauso gut in die gemütliche Kneipe ums Eck auf ein Bier, aber auch ins p1 auf Promisuche gehen. Das ist ja das Schöne, dass man hier je nach Lust und Laune alle Möglichkeiten hat.

  Mit dem typischen Bayern kenne ich mich jetzt nicht soooo aus, nachdem ich ja in einem Vorort von München groß geworden bin und seit 13 Jahren nun bereits in Schwabing, meinem Münchner Lieblingsviertel, wohne. Und selbst wenn ich dann mal zum Schlittenfahren zum Tegernsee rausfahre, trifft man da ja mittlerweile auch mehr Münchner als Landleute:)))

JJ: Gibt es die Ur-Bayern noch und wachsen sie auch nach oder verwaschen sie sich im 21igsten Jahrhundert?

  Tina Kaiser: Keine Ahnung ... ich bin wie gesagt ein totaler Stadtmensch und selten in Nieder- oder Oberbayern anzutreffen. Insofern kann ich viel über die Münchner, aber wenig über die Bayern sagen.

JJ: Hast du selbst die "mir san mir" Mentalität angenommen, hat sie Vorteile?

Tina Kaiser: Ich kenne diese Mentalität nicht. Ich nehme die Menschen so, wie sie sind. Andere gibt’s nicht. Es gibt in jeder Stadt tolle Leute, aber auch Menschen, die nicht so zu einem passen. Mit dem richtigen Bauchgefühl kann man das ganz schnell rausfiltern. Als Model und Moderatorin komme ich ja eh viel rum und arbeite mit den unterschiedlichsten Menschen zusammen.

  Dennoch fällt mir auf, dass die Münchner anderen Städten gegenüber viel toleranter sind als die Berliner oder Hamburger. Ich kenne viele Leute aus Hamburg oder Berlin, die niemals im Leben nach München ziehen würden. Die meisten Münchner wiederum könnten sich Hamburg oder Berlin schon als Alternativstadt vorstellen. Und das hat nichts damit zu tun, dass eine Stadt besser als die andere ist. Im Gegenteil, ich halte die Münchner für sehr offen und tolerant.

JJ: Was magst du an Bayern oder München, Tina?

Tina Kaiser: In einem Wort: Alles!

Fotos: Felix Hörhager

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