| Mit Menschen zu tun haben Interview mit der Schauspielerin Lena Krimmel |
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JJ: Lena, Sie arbeiten als Schauspielerin und Musicaldarstellerin, was haben Sie zuerst gemacht?
Lena Krimmel: Ich bin Schauspielerin. Als Musicaldarstellerin würde ich mich nicht bezeichnen, dazu fehlt mir die Ausbildung. Das hält mich trotzdem nicht davon ab zu singen und zu tanzen. Ich nehme allerdings seit einigen Jahren professionellen Gesangsunterricht. JJ: Wo liegt der spezielle Reiz am Schauspiel, wo am Musical? Lena Krimmel: Als Schauspielerin bin ich meine eigene Musik, bin ich mein eigener Komponist. In jeder Produktion ist das aufs Neue eine Herausforderung, eine komplett neue Figur zu schaffen. Beim Musical ist eben genau das Gegenteil reizvoll: Der Rahmen ist durch die Musik und die Choreografie schon sehr stark vorgegeben. Außerdem singe und tanze ich für mein Leben gerne! JJ: Seit wann war Ihnen klar, dass Sie Schauspielerin/Musicaldarstellerin werden wollten? Lena Krimmel: Schauspielerin wollte ich irgendwann in der Pubertät werden. Da stand für mich der Entschluss fest, das zum Beruf zu machen, was ich schon seit ich 5 bin, mache. Ich war in einer Kindertheatergruppe und meine erste Rolle war eine Pudel-Dompteuse. Meine kleinen Kollegen waren als Hunde verkleidet und haben, nachdem sie durch einen Reifen gesprungen sind, eine Scheibe Lyoner (Gelbwurst) bekommen. Ich hatte, glaube ich, so etwas wie ein Tutu an und war sehr aufgeregt. Die nächste Rolle war ein Papagei. JJ: Stehen Sie lieber vor der Kamera oder lieber auf der Bühne? Lena Krimmel: Beides! Das kann man schwer miteinander vergleichen. Beide Arbeitsweisen sind sehr spannend. Vor der Kamera sind viel feinere, kleinere Mittel möglich als auf der Bühne. Und auf der Bühne arbeite ich mit dem Körper als Ganzes, also größer. Ich finde gerade beide Möglichkeiten spannend. JJ: Können Sie sich einen anderen Beruf vorstellen? Lena Krimmel: Ganz ehrlich: Nein! Wenn ja, dann muss es ein Beruf sein bei dem ich mit Menschen zu tun habe und in Bewegung bin, also nicht stundenlang vor dem Computer sitze und am besten noch an der frischen Luft bin. JJ: Woher nehmen Sie Ihre Wandlungsfähigkeit, Lena? Lena Krimmel: Immer in Bewegung bleiben, geistig, emotional und körperlich. Mich nicht zu sehr festlegen: So bin ich und nur so! Offen und neugierig bleiben für meine Umwelt und für mich selbst. JJ: Welche Schauspielerinnen oder Schauspieler mögen Sie persönlich? Lena Krimmel: Kollegen die respektvoll mit ihrem Gegenüber arbeiten, gut vorbereitet und diszipliniert sind, die Freude an der Arbeit haben. Ich sehe am liebsten: Susanne Lothar, Corinna Harfouch, Joachim Król, Monika Bleibtreu, Sylvester Groth, Hannelore Hoger, Henry Hübchen, Anke Engelke, Christoph Maria Herbst,...ich könnte Stunden so weiter machen. JJ: Gibt es ein Lieblings-Musical für Sie? Lena Krimmel: Oh, einige: Der kleine Horrorladen, Avenue Q, Les Misérables. JJ: Haben Sie berufliche Träume, was, wo, mit wem möchten Sie gerne mal spielen? Lena Krimmel: Einer meiner Träume ist es bei einer Serie wie "Raumschiff Enterprise" oder "Stargate: Atlantis" eine Gastrolle zu spielen. Leider werden beide Serien nicht mehr gedreht. Ich liebe Science-Fiction, romantische Komödien und Thriller. Außerdem würde ich gerne die Audrey in "Der kleine Horrorladen" und noch mal die Lucy in Brechts "Die Dreigroschenoper" singen/spielen! Die Lucy hatte ich schon am Theater Hof gespielt. JJ: Woran arbeiten Sie zur Zeit, wo sind Sie demnächst zu sehen, Lena? Lena Krimmel: Ich bereite gerade die Rolle einer Menschenrechts- und Umweltaktivistin vor und schreibe selbst. Mehr kann ich leider nicht sagen. JJ: Vielen Dank, Lena, für die sehr interessanten Antworten und viel Spass und Erfolg bei der Arbeit. Weitere Informationen: http://www.lenakrimmel.com/ |
| Foto: www.klemensfotografie.de |
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