| Kein Schema F |
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Fast jedes Kind bekommt irgendwann den ersten Fotoapparat. Marc Bergmann lernte zusätzlich in der Schule, wie Filme entwickelt werden. Shootings unter Freunden folgten. Das zeichnete seinen späteren Weg schon etwas vor.
Später erlebte er eine, nach eigenen Worten „lustige Zeit“ in der Werbefotografie. „Die Produkte müssen edel und lecker dargestellt werden. Dazu braucht es oft verrückte Ideen“, blickt er zurück. In der Eventfotografie wurde es dann schon menschlicher, was die Motive anbelangt. „Menschen fotografieren macht mehr Spass“, beschreibt der Mann aus Nordrhein- Westfalen sein jetziges Tätigkeitsfeld. Marc besitzt ein eigenes Studio, geht aber fast lieber hinaus in die Natur. „Einfach nur ein Blatt oder eine Mauer können viel bewirken“, weiß er aus Erfahrung. Meist suchen ihn Frauen auf, aber auch das Paar mit Hund beispielsweise war schon vor seiner Kamera. Dabei erlebt er immer wieder Neues. „Die Interaktion vor und hinter dem Fotoapparat“ ist für ihn der Grund dafür. Marc redet mit den Menschen, knipst zunächst leer drauf los, um Vertrauen zu schaffen. „Mach dich erst mal locker“ ist dabei ein gängiger Satz. Es geht darum festzustellen: Wer ist das?“ Fotografieren ist für den erfahrenen Mann mehr als Technik, Lichtverhältnisse und Ablichten. ![]() Marc Bergmann mag nicht, seine Modelle stereotyp oder klischeehaft abzulichten. Das Plakat für den Sänger muss nicht unbedingt den kraftstrotzenden Künstler mit Mikrofon vorm Mund zeigen. „Vielleicht ist er ganz jemand anders?“, fragt sich der Fotograf und lernt den Menschen kennen. Wenngleich bei Shootings mit Minderjährigen besser Begleitpersonen dabei sind und oft die Atmosphäre beeinflussen, bemüht sich Marc dennoch und erst recht um Lockerheit. Nach zwei oder drei Stunden merken die Frauen und Männer auf der anderen Seite des Objektivs dann, was es heißt, Model zu sein: Arbeit! „Sie sind oft richtig fertig!“, plaudert Marc Bergmann aus dem Nähkästchen. Still halten, verschieden Posen einnehmen, sich konzentrieren können schon anstrengen. ![]() Der Fotograf aus Witten erlebt Frauen, die geschminkt zum Shooting kommen, Paare mit einem Riesenkorb voller Kleider und Accessoires, selbstbewusste Menschen voller Ideen und ab und an auch den schüchternen Gast, dem es gar nicht gelingt, sich zu öffnen. „Zum Glück nur zwei oder drei Mal pro Jahr“, schätzt Marc Bergmann. Für den Fall der Fälle bestellt er eine Visagistin, in der Natürlichkeit indes besteht für ihn der größere Reiz. Bei aller Erfahrung, bei aller Vielfalt des Erlebten jedoch stellt der Mann aus dem südlichen Ruhrgebiet fast täglich fest: „Ich lerne immer wieder dazu.“ Weitere Informationen: Marc Bergmann |
| Foto: Mark Bergmann |
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