| King of Roses |
|---|
Der Mensch Mark Ashley hat eine Hammer-Stimme. Er mag seinen Beagle. Und Rosen. Solche die gut riechen. „Eine Rose ohne Duft ist wie ein Mensch ohne Seele“, erklärt er und berichtet von David Austin, einem englischen Gärtner. Der kreuzte die Vorzüge der alten Sorten mit denen der moderneren, schuf beispielsweise die 'Constance Spry', eine Art, die gleichwohl robust ist, als auch intensiv duftet. Für solche Blumen steigt der Mittdreißiger schon mal in fremde Gärten. „Ein Traum“, ruft er der erstaunten Frau am Balkon zu und taucht mit der Nase tief in die Rosenblüte ein. Genauso offen und geradeaus ist er bei allem, was er erzählt und tut. „Ich bin wie ich bin und mag mich!“ Als Mark das sagt, wirkt er überzeugt und natürlich. „Nur wer sich selbst liebt, kann andere lieben“, wiederholt er die Erkenntnisse von Ludwig Feuerbach. Die Stimme So gibt es für den in Apolda geborenen Bad Salzunger zwei Möglichkeiten, wenn er im Auto oder wo auch immer Musik nach seinem Geschmack hören will: Eine House- CD einzuschieben, oder wen wundert’s jetzt noch, eine von sich selbst. Der gute alte Fox klingt dann aus den Lautsprecherboxen, lädt dazu ein, den Arm aus dem Wagenfenster zu lehnen oder in der nächstbesten Disco richtig abzutanzen. Irgendwann, da war Mark Ashley 13 Jahre jung, entdeckte er die Musik von „Modern Talking“ für sich, sang sie nach und wurde entdeckt- vom Liedermacher Steffen Erhardt, das geschah sprichwörtlich auf der Straße. Zufällig war er mit derselben glockenklaren Stimme beschenkt wie Thomas Anders, stellte sich heraus. Dann folgten einige Fernsehauftritte, der erste Platz bei der MDR-Talentbude 1991 beispielsweise und viele CD- Produktionen in verschiedensten Tonstudios. Die neueste Scheibe „Heartbreak Boulevard“ (u.a. mit dem Titel „King of Roses“) nahm Mark in Hamburg auf. Eine limitierte Fan- Edition (Jeannie Moviestar) produzierte er gemeinsam mit den Jungs von „Systems in Blue“. Das sind diejenigen, die früher mal im Großen und Ganzen „Blue System“ waren und auch bei „Modern Talking“ im wahrsten Sinne des Wortes tongebend mitmischten. Mit dieser, mittlerweile seiner Kunst, ist Mark Ashley unweigerlich ins Haifischbecken des Musik-Geschäfts eingetaucht. Dummerweise noch in ein ganz spezielles Becken mit einem großen, weißen Hai. „Aber ich gehe meinen Weg“, zeigt er sich selbstbewusst und unerschütterlich: „Meine Titel werden auf der ganzen Welt gehört, egal welches relevante Portal man im Internet anklickt, ich bin präsent. Bis Peru!“ Tatsächlich fand bei dem Fantreffen Ende Mai im Salzunger KW70 eine Frau den Weg aus dem fernen südamerikanischen Land bis ins Werratal, eigens um Mark und „Systems in Blue“ kennen zu lernen und deren Musik live zu hören. Nur die Medienwelt hat sich dem Mann mit der Hammer-Stimme und dem Rosen-Faible noch nicht vollends geöffnet. Wobei er das Wort „noch“ in der Betonung sieht. „Irgendwann starte ich auch da durch, vielleicht schon bald“, sagt er und lächelt dabei verschmitzt... Jörg Joachim Wollen Sie auch den Kommentar zur Titelstory lesen? |
| Foto: JF |
| Impressum |
|---|