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Plastische Hand- und Fußabdrücke für Babys und Kleinkinder

Bild wird geladen...Angefangen hat es mit dem eigenen Wunsch. Julia Franke und ihr Mann wollten den plastischen Handabdruck ihres Kindes als Andenken in die Zukunft retten. Sie kauften sich relativ teueres Zubehör und Material und stellten fest, dass die Sache komplizierter war als sie schien. Kleine Kinder zappeln, die Technik will beherrscht werden, ein wenig Routine und Geschick sind erforderlich.

Nach einigem hin und her war die Aktion wohl gelungen, beendet indes noch lange nicht. Die gelernte Fachfrau für Gastgewerbe, die mehrere Jahre in einem Bastelladen gearbeitet hatte, entdeckte ihr Faible für handwerkliche Arbeit wieder. Der Gedanke war geboren, plastische Hand- und Fußabdrücke für Babys und Kleinkinder zu fertigen. Zunächst als Hobby, dann als Neben- und schließlich als Hauptberuf.

Service schreibt Frau Franke groß. „Das ist auch nötig“, erläutert sie, „die Eltern sollen nicht mit dem Kleinkind durch halb oder ganz Berlin fahren müssen. Dann wird es zur Strapaze für sie und den Spross.“ Deshalb besucht sie ihre Kunden, trifft sie im gewohnten Umfeld. Der eigentliche Vorgang des Abdrucknehmens dauert nicht mal eine Minute.

Die Abdruckmasse stammt aus der Medizin und ist daher völlig unbedenklich. „Wie ein Gummihandschuh wird sie abgenommen“, erklärt die Fachfrau. Auch die porzellanähnliche Gießmasse stammt aus dem medizinischen Fach, wird nicht gelb - wie Gips beispielsweise - „sollte aber nicht runterfallen!“ Nach einer Woche liefert Julia Franke frei Haus.

Meist sind die Plastiken als Geschenk gedacht, landen dann aber im eigenen Wohnzimmer. „Die Kunden rufen an und bestellen mich für einen weiteren Abguss, weil sie sich nicht trennen konnten, selber Gefallen gefunden haben.“ Die Berlinerin hat das oft erlebt. Sie bekommt auch schon mal eine Foto-CD oder einen Kasten Pralinen geschenkt. Diese Art der positiven Rückmeldung rührt die Geschäftsfrau und gibt ihr Bestätigung, etwas sinnvolles, schönes zu tun.

Jo.

Foto: Privat

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